In dieser neugeschaffenen Rubrik möchte ich euch kurze Anekdoten mitteilen, die ich zwar auch in meine Tagesberichte schreiben könnte, die aber eine gesonderte Aufmerksamkeit verdienen.

Und ich hinterlasse hier Gedanken...

9. Winterkleidung (26.11.2011)

a. Diese Bemerkung wollte ich schon letzte Woche machen:

Ich benutze seit letzter Woche meinen zum Geburtstag bekommenen Mützenschal aus Peru und er ist ganz großartig und schön und warm und gar nicht so kratzig, wie ich dachte. Ich bin sehr dankbar für dieses Kleidungsstück, liebste Patentante!!!

 

b. Ich habe ja seit geraumer Zeit Schuhe im Visier aber irgendwie komme ich nie dazu sie zu kaufen... sie gehen mir nicht aus dem Kopf aber ich gehe nicht in den Laden - ist das ein gutes oder schlechtes Zeichen?

8. Politische Niete (25.11.2011)

Bin ich ein (un)politisches Arschloch, weil ich zu spät mitbekommen habe, dass die K/S21-Volksabstimmung diesen Sonntag ist und weil es nun zu spät ist, um sich die Unterlagen noch zuschicken zu lassen?

7. Wegkreuzungen (25.11.2011)

a. Ich bin über ein YouTube-Video auf einen Künstler gestoßen, dessen Internetseite ich mir genauer angeschaut habe. Dort kann man verschiedene Ausschnitten aus seinen Filmen, zum Teil sogar die ganzen Filme sehen. Und ich habe mir "Menschenkörper" angeschaut - eine Verfilmung nach Franz Kafkas "Ein Landarzt". Und plötzlich sehe ich in diesem Film Gundi - eine Schauspielerin, die ich von meinem Praktikum im Studiotheater kenne und die eine zeitlang mit mir in der WG gewohnt hat. Das ist doch wirklich bemerkenswert, oder?

 

b. Ich schaue einen weiteren Film auf der Seite des Künstlers und plötzlich trinken die Protagonisten das rumänische Bier "Ciuc", was ich nur deshlab kenne, weil Ute am Dienstag als wir Essen waren eins bestellt hat. Im weiteren Filmverlauf sieht man noch ein "Karpatia"-Plakat in der Kneipe hängen. Der Film wurde also in Rumänien gedreht.

6. Wegbegleiter

In unserem Schlafraum in den Bergen habe ich nach einiger Zeit ein kleines Stoffnilpferd entdeckt, was sorgfältig platziert auf einem der Schlafsäcke saß. Es gibt also noch andere Menschen, die sich an diesen kuscheligen Wegbegleitern erfreuen. Leider habe ich weder ein Foto noch konnte ich einen interkulturellen Austausch herstellen, da ich die Reise in die Berge ohne meine kleinen Begleiter angetreten bin.

 

5. Mission BILLA

 

Nachdem ich eine Weile durch die Regalreihen geschlichen war und etwas erschlagen war von der Warenvielfalt, bemerkte ich etwas ungewöhnliches.

Bilder sprechen mehr als 1000 Worte, also seht selbst:

Nachdem auch Mitarbeiter und Besucher den ungebetenen Gast bemerkt hatten - er war auf ein Regal geflogen - versuchte man, das Tier irgendwie aus dem Laden zu scheuchen - klappte natürlich nicht. Ich wollte gerade noch ein Bild machen, doch da kam ein Mitarbeiter (Filialeleiter oder was auch immer, jedenfalls kein normaler Angestellter - man beachte den Hemdkragen!) aufgeregt mit der neusten Lieferung - Weihnachtsschokolade - in der Hand auf mich zugestürmt und machte mir klar, dass das Fotografieren in diesem Geschäft nicht erlaubt sei.

Glaubt ihr, ich könnte die BILLA-Menschen erpressen mit diesem Foto? So von wegen Hygienestandards und so...?

Ich frage mich auch ernsthaft, wie das Tier hineingekommen ist, denn bei BILLA gibt es TürsteherInnen eim Eingang!

Und das Lebensmittellager befindet sich im Einkaufsladen selbst - auf dem obersten Regal.

not allowed! (Hinter der Schokolade ist die Taube)
not allowed! (Hinter der Schokolade ist die Taube)

4. Zur Kirche / Religion

 

a. Vorallem als die Temperaturen noch deutlich wärmer waren, war zu beobachten, dass die Menschen sich während des Gottesdienstes überwiegend vor der Kiche aufhalten und der Predigt über Latsprecheranlagen auf dem Kirchenvorplatz folgen. Außerdem konnten mein Vater und ich ein ständiges Kommen und Gehen beobachten - Kirchentür auf, zu, auf, zu... Also etwas aus Deutschland gänzlich unbekanntes.

 

b. Ich habe hier schon diverse Male beobachtet, dass sich die Menschen, wann immer sie eine Kirche passieren, bekreuzigen. Heute im Bus hat mich das mal wieder etwas irritiert, als sich eine junge Frau bekreuzigte - ich stand ihre gegenüber also konnte ich die Kirche selbst nicht sehen aber durch sie wusste ich dann, dass wir wohl gerade an einer vorbeigefahren sind.

3. Einige Meter hinter der Tankstelle befindet sich eine Wirtschaft namens "Deutsches Haus" - heute wurde mir auf der Schieferntafel draußen unter "specialitate germane" (oder so ähnlich) neben Wiener Schnitzel und Rostbraten auch "Omas Kartoffelsalat" angepriesen - herrlich!

Falls ich Heimweh kriegen sollte, weiß ich nun, wo ich hingehen kann. Obwohl "Omas Kartoffelsalat" sicherlich nicht vergleichbar mit dem Kartoffelsalat meiner Oma ist - also werde ich wohl die Finger davon lassen und mich auf Wiener Schnitzel und Pommes mit HEINZ-Ketchup o.ä. beschränken.

2. Ich habe einen neuen standardmäßigen Weg auserkoren, der mich zu Fuß in die Stadt bringt. Auf diesem Weg passiere ich eine Tankstelle mit dahinter gelegener Werkstatt. Als ich letztens tagsüber dort vorüberschritt konnte ich einen Blick in diese Werkstatt erhaschen: An den Wänden hingen diverse Plakate von sich nackt auf irgendwelchen Motorhauben räkelnden Frauen - welch ein Klischee!

Ich werde versuchen, ein Foto davon zu machen.

1. Gestern bin ich - überwiegend aus Zeitgründen - mit dem Bus in die Stadt zum Konzert gefahren. Wie immer habe ich mir gewissenhaft eine Fahrkarte gekauft, aber ich zögerte diesmal, sie abzustempeln. Schließlich war ich noch nie kontrolliert worden und mit der Zeit läppern sich diese 3,5 Lei ja auch... Letztendlich rang ich mich doch dazu durch, die Karte zu sempelt und siehe da - eine Haltestelle weiter wurde ich kontrolliert!

P.S.: Heute bin ich eine Haltestelle schwarz gefahren aber ich hatte kein gutes Gewissen dabei und ich hatte die Karte stempelbereit in der Hand - ich wurde zum Glück nicht kontrolliert.

P.P.S.: Ich werde mir morgen oder übermorgen ein Monatsabo kaufen - dann bin ich diese Sorge auch los.

stöbert erstmal... vielleicht krieg ich irgendwann noch ein bisschen Ordnung rein.