Willkommen zu meinen Vampirgeschichten

Schönen guten Tag zusammen,

 

ich freue mich, dass du dich auf diese Seite verirrt hast.

Hier kannst du stöbern und dich über neue Ereignisse aus meinem Leben informieren.

Ich werde versuchen, regelmäßig zu berichten und dich an meinem Rumänienaufenthalt bestmöglich teilhaben zu lassen.

Zudem kannst du selbst aktiv werden und mir ins Gästebuch schreiben.

Bei Wünschen oder Anregungen, kannst du dich gerne bei mir melden und ich werd sehen, was ich machen kann...

 

Ich hoffe, der erste Eindruck ist ganz ok. Ich dachte mir, was die Nette in 30 Minuten hinkriegt, könnte ich auch in 2 Stunden schaffen...

 

Hier das Ergebnis.

Samstag, 10.12.2011

Kurze Notiz:

Sowohl mein Vater als auch ich sind wohlbehalten in Krakau angekommen.

Donnerstag, 08.12.2011

Nachdem ich früher als erwartet aufgewacht bin, habe ich meinen Koffer so voll wie möglich gepackt, um nicht alles erst Freitag zu machen. Dann habe ich mich auf den Weg zur Uni gemacht, um meinen Sprachtest zu machen. Das Ganze war in einen schriftlichen Teil und eine mündliche Befragung geliedert und ich habe insgesamt etwa 1,5 Stunden gebraucht - inklusive Korrektur des schirftlichen Teils. Danach hatte ich einen Zeitpuffer von 1,5 Stunden bis zum Beginn des Sprachkurses, den  ich noch ein letztes Mal besuchen wollte. Also ging ich solange in die Bibliothek und las ein deutsches Buch und unterhielt mich mit Nora, die ich zufällig traf. Dann kam ich noch mit Anne ins Gespräch, die ich über meine Reiseschwierigkeiten Budapest-Krakau aufklärte (kein online-booking möglich ohne Kreditkarte). Anne bot mir sofort an, es mir ihrer Kreditkarte zu versuchen, was ich dann auch machte - leider ber erfolglos. Aus irgendeinem Grund funktionierte es nicht und mein Hoffnung auf eine organisierte Reise sind nun endgültig dahin... Naja, solange ich in Krakau ankomme, ist schon viel erreicht!

Nach dem Sprachkurs ging es wieder zum üblichen deutschen Filmabend, wo diesmal Kurzfilme auf dem Programm standen. Ich habe nicht alle Filme gesehen, weil ich bereits gegen 21 Uhr bei Robi sein wollte und deshalb früher gehen musste.

Zu Robi waren ein paar rumänische und ungarische Menschen geladen, um meine Verabschiedung ein bisschen zu zelibrieren. Leider kontnen einige Leute nicht kommen, aber eine Gruppe von 10-15 Leuten waren wir schon. Robi hatte leckere Salate gemacht, dazu gab es diverse Flaschen Wein (ich hielt mich allerdings vornehnm mit dem trinken zurück). Nach einem kurzen Ausflug in die benachbarte Bar Bulgakov machten Raul und ich uns kurz nach 2 Uhr auf den Heimweg - ich musste schließlich Freitag um 10 im Institut sein. Gegen 2.30 war ich tatsächlich im Bett und schlief die letzte Nacht im Hotel.

Mittwoch, 07.12.2011

Ich bin einfach out of time (und das sieht sooo scheiße aus!), sodass ihr hier in den nächsten Tagen kaum etwas neues finden werden - so befürchte ich zumindest und es tut mir leid.

Morgen 13 Uhr (also in Deutschland 12 Uhr!!!) hab ich meine Rumänischklausur, also Daumendrücken, bitte!!!

Vielleicht kann ich aus Polen wieder schreiben, oder schaffs Freitag noch mal kurz von Cluj aus.

Ansonsten habt ihr mich ja auch schon so gut wie zurück :-)

Dienstag, 06.12.2011

Ich war um 10 Uhr im Verlag verabredet, doch leider gab es einen "emercancy case" und ich wurde wieder nach geschickt - allerdings mit der digitalen Version des Buches, sodass ich  zu Hause daran weiterarbeiten konnte. Für den Nachmittag hatte ich mich mit Tanja für die Iulius Mall verabredet. Wir trafen uns an der Uni und beschlossen dann, dorthin zu laufen, was etwas länger als erwartet dauerte (1 Stunde). Die erste Stunde verbrachten wir in nur einem Laden, bis Ute anrief, um zu sagen, dass sie auf dem Weg zu und ist. Als sie ankam, gingen wir erstmal etwas essen, um uns für den Shoppingmarathon zu stärken.

Dann gingen wir zu "Mathilde" - einem Geschäft, was Tanja und Ute bereits bei ihrem letzten Besuch ausfindig gemacht hatten. Der Laden verkauft selbst entworfene und in Rumänien gefertigte sehr schöne und ausgefallene Klamotten. dort verbachten wir Stunden mit anprobieren und beraten und überlegen und kaufen. Dann schauten wir noch in einem Bücherladen vorbei, wo Ute und Tanja nach englischsprachigen Büchern Ausschau hielten.

Gegen 22 Uhr kamen wir glücklich und mit vollen Taschen zurück ins Hotel.

 

Frohen Nikolaus!
Frohen Nikolaus!

Montag, 05.12.2011

Um 12 Uhr war ich mit Raul verabredet, um im Reisebüro meine Kraukaufahrt zu buchen, bzw. den Teil Cluj-Budapest. Das ging alles ohne Probleme und ich bekam sogar ein paar Lei Studentenrabatt. Danach schlendertenwir noch über den Weihnachtsmarkt und aßen eine Baumstritzel mit Zucker. Dann zeigte mir Raul noch das Hotel Napoca, wo mein Bus am Freitagabend losfährt, denn ich kannte dieses Hotel bisher nicht. Es ist relativ nah bei meinem Hotel, sodass ich schnell und billig mit dem Taxi dort hinfahren kann.

Für 15 Uhr hatte ich mir die Waschmaschine reserviert, um vor meiner Abreise noch  alle Wäsche sauber zu kriegen und so wusch ich zwei Maschinen ohne jegliche Probleme - sehr erstaunlich! Ich habe angefangen zu packen und Zeug zu sortieren aber viel ist dabei noch nicht herumgekommen. Dann schaute ich abends zur Abwechslung mal wieder einen Film, nachdem ich meine Rumänischhausaufaben gemacht hatte. Sonst war nichts besonderes los bei mir.

Sonntag, 04.12.2011

Nachdem der Wecker viel zu früh geklingelt hatte, nahmen wir ein leckeres Frühstück im komplett leeren Speiseraum zu uns - Omlett, geröstete Brötchen, deutsche Butter, Honig, Marmelade, Tee. Dann packten wir unsere sieben Sachen, checkten aus und waren überpünktlich beim Kreismuseum Bistritz, wo wir freundlich empfangen und zu den Ausstellungsräumen geführt wurden. Dort wurden wir widerum allein gelassen und konnten uns in aller Ruhe die Exponate anschauen. Ich hatte mir mehr von der Ausstellung erhofft, denn den Großteil der Infotexte hatte ich bereits im Internet wortgenau gelesen. Trotzdem war es schön, die Bilder und einige Originalschirften dazu zu sehen. Bevor wir zum Busbahnhof aufbrachten, schauten wir noch im Museumsshop vorbei, der zwar nicht grimmspezifisch war aber trotzdem zum Kaufen einlud. Da wir genügend Zeit hatten, sparten wir uns das Taxigeld und gingen zum Bahnhof, wo auch schon unser Bus und eine große Traube Menschen standen. Wir bekamen aber noch Plätze und so fuhren wir wieder Richtung Cluj, wo wir erstaunlich früh ankamen.

Den Nachmittag verbrachte ich im Hotel mit allerlei Ausmisterei und groben Packanfängen, bevor ich mich um 18 Uhr mit Raul traf, um ins rumänische Theater zu gehen. Auch ohne Studentenausweis bekamen wir ermäßigte Eintrittskarten. Der Theatersaal an sich ist wunderschön und alt. Die Stuhlreihen sind extrem dicht voreinander montiert, sodass man nicht gemütlich sitzen kann (auch bei meiner Größe nicht), weil die Knie an die Vorderlehne stoßen. Das Stück war ganz gut inszeniert, auch wenn ich nichts verstanden habe: "Machiavelli: Die Kunst des Krieges". Danach hatte ich so Hunger, dass ich sofort nach Hause gefahren bin, um meine Freitagsnudeln warm zu machen.

In der Galerie seht ihr ein paar Bistritz-Bilder.

Samstag, 03.12.2011 - Bistritz

Wieso eigentlich Bistritz? Wir wollten weg aber nicht so weit weg, ich wollte eine Brüder Grimm-Ausstellung sehen, hatte zufällig einen Ortskundigen kennengelernt (den wir aber gar nicht brauchten) und so kam es zu Bistritz.

 

Punkt 10 Uhr trafen Ute und ich uns auf dem Hotelflur, um in unser gemeinsames Wochenende zu starten. Bis zum Eingang des Hotels war auch noch alles gut, doch beim ersten Schritt vor die Tür holte und eine spiegelglatte Eisfläche erstmal von den Beinen. Also tippelten wir Schritt für Schritt vorsichtig Richtung Bushaltestelle, wo uns am Kassenhäuschen ein  Zettel "bin in 10 Minuten zurück" erwartete. Natürlich kam in der Zwischenzeit ein Bus aber wir hatten genügend Zeit eingeplant, sodass es keinen Grund gab panisch zu werden. Den nächsten Bus konnten wir dann mit Utes erster frisch erworbener Fahrkarte zum Bahnhof nehmen. Dort kauften wir am Schalter ohne Probleme unsere Zugtickets und überbrückten die Wartezeit mit Gebäck-Frühstück.

Von der Zugfahrt kann ich nicht viel erzählen, da ich einige Zeit schlief - ist aber wohl nichts interessantes passiert.

In Bistritz angekommen erkundigten wir uns am Bahnhof nach Rückfahrmöglichkeiten für Sonntag und bekamen eine sehr unbequeme Auskunft 7.30 (viel zu früh!!!) oder 15.00 (zu spät für Utes Konzert). Wir entdeckten aber gleich auf dem Bahnhofsvorplatz den Busbahnhof und auch ein Schild mit "Cluj" drauf, nur leider keine Fahrpläne. Also war der nächste Weg zur Touristeninformation, um dort die Busfahrzeiten zu erfragen und eine Hotelempfehlung zu bekommen. Wir fanden ohne Probleme dorthin aber leider hat die Touristeninformation lediglich Mo-Fr von 10-17 Uhr geöffnet - dümmer geht's ja wohl kaum....! Nun gut, gelitten. Also weiter in Richtung Zentrum laufen und nach Pensionen und Hotels Ausschau halten. Als wir schon fast aufgegeben hatten sahen wir einen Hotel-Wegweiser, dem wir sofort folgten. Der erste Eindruck des "Hotel Bistrita * * * " war gut (ein Plakat der Grimm-Ausstellung lächete uns an) und wir hatten uns einen tollen Plan überlegt. Wir erklärten der Rezeptionistin, dass wir nur bleiben könnten, wenn sie für uns herausfände, wann morgen die Busse nach Cluj fahren. Sie meinte "Bitte warten Sie kurz", telefonierte herum und Minuten später hatten wir genau die Infos die wir brauchten. Also checkten wir ein, brachten unsere Klamotten aufs Zimmer und gingen wieder los, denn die Grimm-Ausstellung ging nur bis 17 Uhr und es war schon nach 15 Uhr. Auf einem Stadtplan hatten wir das Museum asugemacht doch als wir an der richtigen Straße standen aber kein Museum fanden und noch mal nachfragten, wurde uns klar, dass wir einer anderen Markierung auf der Karte gefolgt waren. Da es inzwischen knapp 16 Uhr war, beschlossen wir, den Museumsbesuch auf Sonntag zu verlegen und nun durch die Stadt zu schlendern. Leider empfing uns Bistritz nicht gerade mit heiter Sonnenschein, es war neblig-diesig moit leichtem Regen und Kälte. Aber wir ließen uns davon nicht beirren und liefen alle möglichen Sehenswürdigkeiten, den Friedhof, den Fluss Bistrita, verschiedene Kirchen und Statuen ab - zwischendurch kehrten wir immer wieder ein, um uns aufzuwärmen (1. Lendenstück nach Zigeunerart + Tee, 2. Tee, 3. Abendessen, 4. unalkoholisches Kaltgetränk). Den restlichen Abend verbrachten wir mit vollen Bäuchen lesend im Hotelzimmer.

Freitag, 02.12.2011

Ich stand auf und alles war weiß. In der Nacht war Schnee gefallen (siehe Galerie) und ich zog meine Skiunterwäsche unter die Rotwein-Jeans. Mein erster Weg führte zum Verlag - zumindest dachte ich das. Ich wollte einen neuen Weg ausprobieren und lief leider total falsch, sodass ich etwas verspätet ankam. Anders als erwartet (und verabredet), hatte der Typ nicht an den Korrekturen weitergearbeitet, sodass wir wieder Fehler für Fehler gemeinsam durchgingen und in über zwei Stunden wieder nur knapp 100 Seiten schafften. Also ist noch ein drittes Treffen nötig, um alles zu schaffen. Nach diesemTermin hatte ich ein wenig Zeit, um über den kleinen (Weihnachts-)Markt in der Innenstadt zu schlendern. Überwiegend wird hier Schmuck verkauft aber auch Weihnachtsdeko, Mützen, Geschirr, Honig, Kerzen, Käse, Seife und die "Siebenbürgischen Baumstriezeln"/ "Kürtöskolacs". Dieses Gebäck besteht aus Hefeteig und ist wunderbar. Man kann es pur oder mit Zucker/Kokos/Nuss/Zimt essen. Das Besondere ist eigentlich die Form, denn es ist ein großes gewickeltes Rohr, was man dann zu einer langen Schlange abwickeln kann  (wie eine Packung Luftschlangen). Ich habe mir also ein Zimt-Baumstriezel gekauft und bin dann zum Institut gelaufen, wo wir Sitzung haben sollten. Leider waren wir nur zu dritt, sodass keine richtige Besprechung zustande kam. Aber wir hatten trotzdem eine gute Zeit und ich ging nochmal meinen Resieplan für Krakau durch. Danach traf ich mich mit Ute und wir gingen zu dem Inder bei meinem alten Wohnheim und hatten ein köstliches Abendessen, von dem sogar noch etwas übrig blieb, was wir uns einpacken ließen. Wir planten unseren Wochenendausflug und gingen mit geschmiedeten Plänen und vollen Bäuchen heim.

Also Morgen gehts auf nach Bistritz und wahrscheinlich kommen wir erst Sonntag zurück, also nicht wundern und nicht sorgen - ich bin unterwegs!

Bis dahin, euch eine schöne Zeit!

Donnerstag, 01.12.2011

Den halben Tag habe ich geschlafen - ist ja auch verständlichen, wenn man erst morgens um 7 ins Bett geht. Da ich schon mir knurrendem Magen ins Bett gegangen war, entschied ich mich nach dem Aufwachen schnell dazu, meinen Magen mit etwas warmem zu füllen - also kochen. Ich hatte noch alles für Nudeln mit Tomatensauce im Haus - denn mit Einkaufen wäre es heute vielleicht etwas schwierig geworden - es ist rumänischer Nationalfeiertag und viele Geschäfte haben geschlossen. Nachdem ich also gekocht und gegessen hatte war es bereits gegen 17 Uhr und ich machte das übliche - Mails checken etc. Dann schaute ich mir ein kleines Video von Lutz Görner an (http://www.lutzgoerner.de/3sat/autor/), wie er Arthur Rimbaud rezitiert. Dann eine gute Unterhaltung mit meinem Liebsten und meinen Eltern und schon klingelte mein Handy und ich verabredete mich zum Tee. Also doch noch anziehen - ich dachte ich könnte aus dem heutigen Tag einen Schlafanzugtag machen - und auf zur ungairschen Oper. Ich hatte diesen Treffpunkt vorgeschlagen, da sich in der Nähe das Cafe Amadeus Mozart befindet, in das ich schon sein geraumer Zeit gehen wollte. Also kehrten wir dort ein und tranken einen grünen Tee. Ich liebäugelte mit den Vitrinen voller köstlicher Torten aber hielt mich zurück, da die Nudeln allen Platz in meinem Magen beanspruchten. Um 20 Uhr sollte ein Feuerwerk stattfinden und wir wollten dies von einem Hügel asu beobachten. Doch auf dem Weg nach oben kamen und viele Leute entgegen und wir mussten uns sagen lassen, dass es zu neblig sei und man nichts sehen könne. Also machten wir uns auf dem Weg zu dem Platz, auf dem das Feuerwerk gezündet wurde doch nach etwa 3 Minuten hörte das Knallen auf und es war klar, dass wir alles verpasst hatten. Wir waren Richtung Innenstadt gelaufen und befanden uns in der Nähe eines Teehauses, welches ich am 14.11. entdeckt hatte, als ich fälschlicher Weise glaubte, spazieren gehen zu müssen um eine Stunde Wartezeit bis zum deutschen Stammtisch zu überbrücken. Ich schlug also vor, dort hin zu gehen, denn meine Bitte war gewesen, ein Nichtraucher-Cafe zu besuchen aber neben dem Cafe Amadeus gibt es wohl nicht viele Optionen hier in Klausenburg. Wir gingen also ins "Samsara Chillout Teahouse" und es war total schön. Ich hatte schon gehört, dass es urgemütlich sein sollte und das war es auch. Alles ist mit Teppichen ausgelegt und am Eingang zieht man seine Schuhe aus. Es gibt verschiedene Räume mit verschiedenen Dekorationen aber insgesamt ist es sehr spärlich beleuchtet und schummrig. Wir entschieden uns für den Schwarzlichtraum, dessen Decken und Wände mit verschiedenfarbigen Sprühdosen dekoriert sind und man sich wie im Weltall fühlt. Wir tranken eine Kanne Tee und aßen leckere Kekse als der verpeilte-nette Hippi-Chill-Kellner genau neben uns ein Tablett voller verschiedener Getränke fallen ließ, die sich auf uns neben uns ergossen und deren Behältnisse zum Teil zu Bruch gingen. Ich bekam einen großen Schwall kalten Rotwein und etwas Tee ab, Alex trafen Tee und Honig. Wir halfen dem Kellner beim Aufsammeln der Scherben - ich leuchtete mit meinem Handy, denn bei dem Schwarzlicht sah man kaum etwas auf dem dunklen Boden. Danach ging ich ins Bad und versuchte den gröbsten Schaden zu beheben doch es war schnell klar, dass ich eigentlich keine Chance hatte. Also zog ich die nassen Sachen (Longsleeve und Unterhemd) aus und hängte sie über die Heizung und zog stattdessen meinen unbeschadeten Pulli an, den ich bei unserer Ankuft GOTT SEI DANK ausgezogen und hinter mich in die Ecke gelegt hatte! Als wir aufbrachen war mein Unterhemd schon komplett getrocknet und beim Longsleeve war lediglich der eine Ärmel noch nass, also krämpelte ich ihn kurzerhand hoch. Mein eines Hosenbein war auch noch nass aber ich hatte dicke Skisocken an, sodass ich die Feuchtigkeit nicht fühlte. Ich vermute mal, dass die Sachen alle irreperabel versaut sind und bis auf die Hose ist das nicht so schlimm. Passend zum Nationalfeiertag wurde heute die Weihnachtsbeleuchtung in den Straßen angeschaltet.

Ihr könnt euch einen kleinen Eindruck des Cafes und der Unfallschäden (sowie des gestrigen Abends) im Fotoalbum verschaffen.

Mittwoch, 30.11.2011

Als ich heute gegen 12.30 das Haus verließ, um mich auf den Weg zum Institut zu begeben, fielen feine weiße Flocken von einem sonnigstrahlenden Himmel nieder. Im Institut war ich zunächst allein, weil Nora noch einen anderen Termin wahrnehmen musste. Es gab aber nichts dirngendes zu erledigen, sodass ich "Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt" von Herta Müller zu lesen anfing, was mir Ute ausgeliehen hat. Dann kam ein Student mit dem Anliegen, seinen Sprachkurs zu wechseln, und ich kümmerte mich um die Umsetzung seines Wunsches. Zeitgleich kam Nora und ich erzählte ihr kurz von dem Treffen mit dem Redakteur im Verlag. Dann war die Zeit auch schon wieder um und Raul, der seit ein paar Tagen wieder in Cluj ist, holte mich ab. Ich hatte ihn nämlich darum gebeten, mit mir zur Post und ins Reisebüro zu gehen, um meine Fahrt nach Krakau zu planen. eim Weggehen verabredeten wir uns noch für später mit Nora. Wir waren in 3 verschiedenen Reisebüros aber überall bekamen wir die gleiche Information - es gibt keine direkten Reisemöglichkeiten vo Cluj nach Krakau. Fliegen würde etwa 400 Euro kosten mit 2x umsteigen und Zugfahren würde etwa 20 Stunden dauern mit mehrmaligem Umsteigen. Die Informationen, die ich mir schon vorher im Internet zusammengesucht hatten, egeben wohl die einachste und kostenkünstigste Möglichkeit. Ein Bus anch Budapest und von dort ein Bus nach Krakau. Ich habe nun Informationen zu verschiedenen Busunternehmen aus Cluj, mit Abfahrtszeiten und Preisen, sodass ich mir hoffentlich einen perfekt passenen Bus heraussuchen kann, der mich ohne große Wartezeiten zu dem Krakaubus in Budapest bringt. Das werde ich noch recherchieren übers Wochenende.

Nachdem diese Reiseplanung also weniger erfolgreich abgeschlossen war, machten wir uns an die Post-Mission. Ich wollte mich erkundigen, wie viel es kostet, ein größeres Packet nach Deutschland zu versenden, denn ich hatte überlegt, ein paar Klamotten vorzuschicken, sodass ich sie nicht mit nach Krakau nehmen muss. Ich habe ein DHL-Lädchen gesehen, also fragten wir dort nach. Und ein Packet von 1 Kilo kostet sage und schreibe 375 Lei - knapp 100 Euro!!! Es ist dann allerdings innerhalb von 24 Stunden da - ist halt so ein Express-Service. Aber da ich diese Preise unmöglich finde und es auf die Zeit nicht ankommt, kam das nicht in frage. Trotzdem wollte ich fragen, ob ich so einen Karton dort kaufen kann, denn ich war mir nicht sicher, ob ich ihn bei der Post kriegen würde. Die Antwort war "Ja, aber nur, wenn Sie das Packet dann auch bei uns verschicken", also nein. Der nächste Weg war also zur Hauptpost und ein Päket von 1 Kilo kostet auf dem normalen Weg bereits über 80 Lei - 20 Euro (Express 150 Lei - ca. 35 Euro). Das hat mich echt vom Hocker gehauen, also werde ich das mal schön sein lassen mit dieser Idee und mein Gepäck im Bus mit nach Krakau nehmen.

Nachdem wir bei der Post fertig waren, rief Nora an und wir verabredeten uns in der Stadt mit ihr. Wir gingen in ein sehr nettes Cafe (was mir vorher noch nie aufgefallen war) und aßen eine herzhafte Kleinigkeit und tranken Kakao. Raul erzählte von seiner Zeit in München und wir beschlossen, nächste Woche eine IDLF-Nikolausfeier zu organisieren - mehr dazu wird wohl morgen in unserer IDLF-Sitzung besprochen. Da die Zeit davon rannte, musste auch ich zum nächsten Termin rennen - ich hatte mich mit Anamaria zum Teetrinken verabredet - zum Glück war es nicht weit bis zum diesem Cafe, doch leider waren alle Plätze besetzt, sodass wir einen anderen Platz finden mussten - die Wahl viel auf eine Lokalität, wo leider viel geraucht wird, sodass ich danach stank... aber an sich war es nett dort und wir hatten eine gute Unterhaltung. Dann gingen wir noch Pizz kaufen für Anamaria und ich machte mich auf den Heimweg, um wie üblich, kurz mit meinen Eltern zu skypen. Nach etwa 30-45 Minuten machte ich mich auf zum nächsten "Termin" - Kicker spielen gehen mit Raul, in der Bar, wo ich auch letzte Woche war - La Gazette. Es war nichts los als wir ankamen und es blieb relativ leer (vermutlich weil viele übers lange Wochenende nach Hause gefahren sind, denn der 1.12. ist Nationalfeiertag). Die Leute von letzter Woche ware nicht da, dafür lernten wir ein paar andere wirklich nette Leute kennen. Wir spielten und spielten und irgendwann war es etwa 5 Uhr und wir beschlossen, in einen Club zu gehen, der in der Innenstadt liegt - Flying Circus. Ich war vorher noch nicht dort gewesen und auch dort war es sehr leer aber es gab einen Kicker und alles war gut. Irgendwann ging die Musik aus und das Licht an und wir machten uns auf den Heimweg. Raul wohnt in der selben Ecke der Stadt und nachdem wir so vollgequalmt worden waren, gingen wir zu Fuß heim, um uns auslüften zu lassen. um 5.55 deutscher Zeit, also 6.55 viel ich mit einer Wärmflasche ins Bett, um meine kalten Beine wieder aufzutauen.

Ein langer und schöner Abend mit viel Kicker und einem Bier.

Dienstag, 29.11.2011

Heute wurde ich tatsächlich von meinem Wecker geweckt und nachdem ich mich aus dem Bett gequält hatte, machte ich meine Rumänischhausaufgaben und legte die saubere und über Nacht getrocknete Wäsche zusammen. Dann schmierte ich Brote für den Tag (weil ich fast mein ganzes Geld ausgegeben habe und erstmal nix abheben will) und machte mich zu Fuß auf Richtung Verlag. Im Verlag stellte mich Nora einem Typen (Redakteur oder so was) vor, mit dem ich meine Endkorrekturen eines wissenschaftlichen deutschsprachigen Sammelbandes duchsprechen sollte (die ich so fleißig in Budapest gemacht habe) - auf englisch.

Wir trafen uns um 12.30 und arbeiteten bis kurz nach 15 Uhr an den Korrekturen - wir schafften knapp 1/3 des Buches. Danach ging es direkt weiter zum Sprachkurs, der außerplanmäßig heute stattfand, da Donnerstag, 1.12. NAtionalfeiertag in Rumänien ist. Auf dem Weg machte ich ein paar Fotos (siehe besonderes). Und direkt nach dem Sprachkurs widerum ging es zurück ins Hotel, da dort eine extera für die ausländischen Studierenden und Lehrenden der Universität Feier zum Nationalfeiertag stattfand mit Tanzvorführungen, Livemusik etc. Leider habe ich diesen Teil der Veranstaltung verpasst, da Beginn der feer um 17 Uhr war und mein Sprahckurs von 16-20 Uhr dauerte. Ich kam noch rechtzeitig ins Hotel, um mich am Buffet zu bedienen doch wir (die üblichen verdächtigen Deutschen) entschiedenen uns relativ schnell, nach Hause, also in unsere Zimmer, zu gehen. Im Zimmer wieder das übliche - PC, skype etc. Obwohl ich mir ja eigentlich vorgenommen hatte, Utes Bücher zu lesen, bin ich doch am PC hängengeblieben. Immerhin habe ich dazu wieder ne Kanne Salbeitee geschafft - Scheißhals ist wieder schlimmer geworden... 2.15.

Heute, 12.10 Uhr "Baumkuchen mit Puderzucker"
Heute, 12.10 Uhr "Baumkuchen mit Puderzucker"

Montag, 28.11.2011

Heute war ich tagsüber wieder zu Hause, da sich der Termin, den ich hätte wahrnehmen sollen, auf Dienstag verschoben hat. Ich habe also den Tag in meinen vier Wänden verbracht und gelesen und am PC rumgehangen und mich ein bisschen in meine BA-Idee eingelesen. Zusätzlich habe ich ein paar Klamotten eingeweicht und dann erstmal vergessen... Abends sind wir deutschen Hotelbewohner (+ Johannes Freundin Ebru und Tanjas Besuch Alexandra) zusammen essen gegangen in einem traditionell-rumänischen Restaurant. Das war lecker und hat Spaß gemacht und nach dem Verdauungs-Heimweg habe ich noch ausgiebig geskypt  bevor ich wieder mal viel zu spät ins Bett gegangen bin. Der Weg ins Bad ließ meinen Blick auf den Eimer mit eingeweichten Klamotten fallen, die ich dann also noch auswaschen und auswringen und aufhängen musste, bevor ich schlafen ging.

Ute, Tanja, Johannes, Ebru, Alexandra und ich
Ute, Tanja, Johannes, Ebru, Alexandra und ich

Sonntag, 27.11.2011

blablabla nixnixnix, abends Essen gehen mit Tanja und ihrer spanischen Freundin Alexandra, BA-Ideen sammeln, blablabla. 2.34 Uhr.

Samstag, 26.11.2011

Nun, dieser Tag war bis circa 16.30 wieder an mein Zimmer hier gebunden - ich habe gelesen, gegessen, am PC rumgehangen und so weiter. Dann bin ich mit Ute ins Polus Center gefahren - eine riesige Einkaufsmall. Ute hatte ein paar Sachen zu besorgen und ich wollte mitschlendern und mih umgucken. Die ersten Erfolge hatten wir ziemlisch schnell aber bei der Suche nach Frauenschuhen in Grüße 40 wurde es dann schon schwieriger - wenn es überhaupt Schuhe in dieser Größe gab, passten sie nicht. Wir klapperten also Schuhgeschäft um Schuhgeschäft ab und es waren einige Schuhgeschäfte. Im vorletzten wurden wir dann fündig - mit einem netten Paar Herrenschuhe! Ich hatte auch das ein oder andere Paar netter Schuhe gesehen, aber anprobiert habe ich keine. Und in einem der Läden habe ich sogar tatsächlich DIe Schuhe gefunden, die ich seit Wochen in einem Schaufenster in der Innenstadt beäuge, die aber aus der Ferne mit einer trennenden Glasscheibe zwishcne uns irgendwie besser aussahen als so hautnah. Ich werde sie mir aber vielleicht doch ncoh mal in dem anderen Geschäft ansehen und probelaufen - Preis war der gleiche. Ich hatte mich nach einer Winterjacke umgesehen und nun standen zwei zur Auswahl - Kopa-an-Kopf-Rennen. Um über die Entscheidung nachdenken zu können, gingen wir uns erstmal mit einer kleinen Mahlzeit stärken. Wir hatten die Jacken zurücklegen lassen und bis 22 Uhr war der Laden offen, also konnten wir ganz entspannt sein. Als wir zurück kamen, wurden gerade die Rolläden heruntergelassen und wir waren etwas verwirrt aber es war tatsächlich 22 Uhr. Wir hielten Ausschau nach der Verkäuferin, die uns beraten hatte und sie ließ und noch schnell in den Laden huschen. Dort zog ich die eine Jacke noch mal an und kaufte sie kurzentschlossen. Die andere blieb einsam zurück, denn während des Essens war mir plötzlich eingefallen, dass ich eine ähnliche Jacke schon besitze. Dies machte mir die Entscheidung einfacher. Zusätzlich kaufte ich noch andere Kleinigkeiten in verschiedenen Läden aber nach diesem unglaublichen 5-Stunden-Marathon waren wir etwas platt und wollten wieder nach Hause. In diesem Polus Center könnte man wahrscheinlich Tage verbringen, schließlich gibt es auch ein Kino dort. Vielleicht werde ich noch einmal dorthin fahren aber vorher gilt es die Julius Mall auszuchecken - die soll laut Ute nämlich etwas exklusiver sein, denn im Polus Center gab es neben rumänischen Ketten und kleinen Lädchen auch viele der üblichen Verdächtigen wie Deichmann, NewYorker, Zara, C&A, InterSport, Orsay etc.

Diese Tour war insgesamt sehr erhellend und erheiternd und hat mir große Freude bereitet!

Freitag, 25.11.2011

Ich machs kurz, denn ich will ins Bett:

Ich war im Institut, bin aber früher gegangen und zur Apotheke, Zeug für meinen Hals kaufen und in den Supermarkt - Orangen und Ingwer besorgen, dann nach Hause und den restlichen Tag hier verbacht mit viel Tee und vielen Filmen. Aufregender geht's kaum! Immerhin habe ich die "Nenneswertes"-Rubrik erweitert.

Ich denk Montag bin ich wieder aufm Damm und die Bakterien sind in Salbei und Ingwer-Zitrone ersoffen.

Donnerstag, 24.11.2011

Nachdem ich bereits mit Halsschmerzen ins Bett gegangen war, wachte ich auch mit ihnen auf. Ich ging also los, um Salbeitee und Zitronen zu kaufen, leider bekam ich in dem kleinen Lädchen nur Zitronen. Diese presse ich aus und trank sie mit kaltem Wasser - ich hatte an der Rezemtion Bescheid gegeben, dass ich keinen Strom habe aber es waren ja grad erst en paar Minuten vergangen. Nachdem ich eine Weile gewartet und den Kühlschrankinhalt auf die Fensterbank gestellt hatte, dusche ich im Schein der Taschenlampe und setzte mich dann mit den Haaren an die Heizung gelehnt und las, da mit dem Laptop ohne Strom auch nicht länger als etwa 15 Mituen etwas anzufangen ist. Gegen 17 Uhr fing es an zu dämmern und ich ging nochmal an die Rezeption, um nachzufragen. Kurz darauf kam der Elektriker tatsächlich und brachte mir den Strom innerhalb weniger Sekunden zurück. Also kochte ich mir Tee und setzte mich an den Laptop, bevor ich gegen 18.30 zu meinem Treffen mit Ute aufbrach. Auf dem Weg machte ich Halt in einer Apotheke und kaufte Salbeitee. Ute und ich probten noch einmal unsere Lesung und probierten verschiedene Stell-Varianten aus. Mit der Lesung klappte alles wunderbar, der Film war gut besucht und danach ging ich mit Ute direkt nach Hause. dort lieh ich mir noch ein Teesieb von ihr und bekam ein Stück Ingwer von Verena, um meine Halsschmerzen bekämpfen zu können. Ich machte mir noch meine Nudeln von Vorgestern warm und gurgelte die erste Runde Salbei, bevor ich schlafen ging.

Mittwoch, 23.11.2011

Nach langem Ausschlafen ein etwas schnellerer Aufbruch zum Institut als Reaktion auf die Nachricht, dass Nora krankheitsbedingt ausfallen wird und ich allein die Sprechstunde übernehmen müsse. Zum ersten Mal seit ich mir die Monatsfahrkarte gekauft habe, wurde ich nun auch mal kontrolliert. Lange Zeit war im Institut nichts los, dann konnte ich einem Menschen en kleinwenig weiterhelfen, dann kam Ute und die anderen Sprachkurslehrer zu einer Besprechung. Ute blieb danach noch, um mit mir die geplante Kurzlesung als Vorprogramm zum morgigen StuFi-Film durchzusprechen - wir lesen aus "Herr Lehmann" vor, bevor wir den Film zeigen.

Ich bin danach direkt nach Hause, denn mein Magen knurrte und siehe da, ich kochte ihm schon wieder etwas! Leckere Nudeln mit Gemüsesoße. Herrlich, denn für morgen ist auch noch eine Protion da.

Dann galt es ein Zeitfenster von etwa 2,5 Stunden zu überbrücken, um dann gemeinsam mit Bogdan zum "La Gazette" zu fahren - einer Kneipe in der jeden Mittwoch Kicker-Meisterschafen ausgetragen werden. Wir kamen an, als es noch ziemlich leer war, doch mit der Zeit füllte sich der Laden recht gut. Es wurden Teams gelost und die Teams in zwei Gruppen eingeteilt, sodass am Ende die beiden Gruppensieger gegeneinander antraten - Prämie ist immer eine Flasche Whisky.

Ich kam mit meinem unbekannten Partner Alex immerhin bis ins Halbfinale, aber der Organisator meinte, dass viele der Spieler auch bei anderen Meisterschaften mitspielen, also schon eher zu den Profis als zu den Laien gehören - damit kann ich dann leben. Bodgan ging nach Hause, nachdem sein Team ausgeschieden war, aber ich blieb noch eine Weile - ein DJ legte Elekto-Minimal-Zeug auf und es war eine gute Stimmung. Ich ließ mir dann gegen 2.30 ein Taxi rufen und fuhr nach Hause. Mit dem Taxifahrer unterhielt ich mich auf englisch-rumänsich-deutsch noch eine ganze Weile, sodass ich erst um 3.30 tatsächlich im Hotel ankam - die Fahrtkosten fürs Taxi erließ mir der nette Fahrer zusätzlich! Also es war ein sehr schöner und langer Abend mit neuen Bekanntschaften, die ich nächsten Mittwoch wieder zum csocso-Spielentreffen werde und ohne einen einzigen Tropfen Alkohol, dafür aber extremem Passivrauchen. Der Abend endete damit, dass mal wieder die Sicherung und eine Glühbirne in meinem Zimmer herausflogen und ich im Fastdunkeln Zähne putzte - Zum Glück fand ich auf Anhieb meine kleine Taschenlampe - an dieser Stelle noch mal Danke dafür Papa!

Dienstag, 22.11.2011

Obwohl ich spät ins Bett gegangen bin, stellte ich mir den Wecker, um sicherzugehen, dass mich die Putzfrauen nicht im Bett vorfinden. Ich stand also auf und ging duschen und danach kam der Zimmerservice und machte alles schön. Nach beschloss ich, einen weiteren Punkt meiner kürzlich erstellen to-do-Liste abzuarbeiten und mich um meine Finanzen zu kümmern bzw. meine Miete für den iesigen Aufenthalt zu klären und zu bezahlen. Das war wesentlich einfacher als ich es mir vorgestellt hatte, da ich die Information bekommen hatte, über die Zeti 1.-10.12. mit der Hausverwalterin zu sprechen, da für Dauergäste eigentlich nur monatsweise Mietzahlung möglich sei. Nun stellte sich aber heraus, dass ich  nur die Hälfte der Dezembermiete zahlen müsse und dies tat ich dann auch - also kann ich von  nun an mein Geld frei ausgeben und muss die Miete nicht noch im Hinterkopf haben - ein sehr schönes Gefühl.

Nachdem ich am PC einen Film gesehen hatte, machte ich mir das restliche Möhrengemüse mit ewas Paprika warm und as dazu mein frisch erworbenes "zakuska" - ein Bortaufstrich (bestenfalls selbst gemacht) aus verschiedenem Gemüse - ähnlich wie etwas zu feste Tomensauce. Dieser von mir gekaufte, ist ganz lecker aber selbstgemacht übertrifft diesen natürlich noch mal um Längen (in den Bergen hatten Attila und Erika welchen dabei).

Nachdem ich eine SMS von Ute mit einer Einladnung zum gemeinsamen Abendessen bekommen hatte, schaute ich einen weiteren Film und überbrückte die Zeit bis zum Aufbruch mit Emails und Solitair spielen. Zudem mache ich seit gestern ein bisschen BBP-Training zu youtube-Musik. Mal schauen, wie lange das anhält.

Wir entschieden uns, in ein ungarisches Restaurant in der Innenstadt zu gehen. Zunächst waren wir nur zu dritt, doch am Ende waren wir 5 deutschsprachige Menschen. Der Abend war lecker und zog sich ziemlich in die Länge, sodass ich erst gegen 23 Uhr nach Hause kam, obwohl wir uns um 18.15 getroffen hatten. Dazu muss man sagen, dass Ute und ich trotz Einladung zum Taxifahren nach Hause liefen - nach einem ausgiebigen Essen hielt ich das für eine gute Idee und Ute läuft sowieso immer. Für den deutschen Kinofilm am Donnerstag wollen Ute und ich noch zusammen etwas vorbereiten, weshalb wird uns morgen noch mal treffen - was genau es ist, lest ihr ja dann....

Das wars von meiner Seite - hier noch Bilder meiner deutschsprachigen Abendrunden heute und gestern (siehe unten):

DAAD etc: Maja, Johannes, Ute, Tanja, ich
DAAD etc: Maja, Johannes, Ute, Tanja, ich

Montag, 21.11.2011

Ich habe unglaublich lange geschlafen und danach einen gemütlichen Start in den Tag gehabt. Nachdem ich eine do-to-Liste für die nächsten Tage geschrieben habe, musste ich mich nur noch entscheiden, welche Punkte ich heute abhaken wollte - es handelte sich um "einkaufen". Und so brach ich mit meinem Wanderrucksack zur spontanen Kauflandexpedition auf. Die Liste mit den zu kaufenden Lebensmitteln arbeitete ich war nicht ganz ab, aber ich bin sehr zufrieden mit meinem Einkauf.

An dieser Stelle noch eine kleine Bemerkung: Anscheinend ist es hier Usus, dass Vögel in den großen Einkaufsläden beheimatet sind - bei Kaufland handelte es sich jedoch nicht um Tauben sondern um Spatzen oder andere kleinere Vögel, die mir durch ihrer Pfeifferei aufgefallen sind. Zunächst hatte ich es für Entspannungsmusik-Einkaufsbeschallung gehalten, doch dann sah ich die Vögel und wusste, dass die Geräusche von ihnen kommen.

Nach dem Einkaufen blieb mir kaum Zeit die Lebensmittel in die Küche zu räumen, da rief Robi an, um einen Treffpunkt für unsere Tee-Verabredung auszumachen und ich machte mich gleich wieder auf die Socken. Da ich gerade einen Bus verpasst hatte, wollte ich die Gelegenheit nutzen, um bei der besagten PinUp-Werkstatt vorbeizugehen aber leider blieb dieser Besuch ohne Erfolg - alles verschlossen. Den Tee tranken wir in einem kleinen sehr netten Teehaus direkt in der Innenstadt - es war ein leckerer Tee mit vielen weihnachtlichen Gewürzen und Milch! Unglaublich gut! Danach ging es weiter zum nächsten kulinarischen Termin - Pizza essen mit meinen Institutskolleginnen. Zur Pizza gesellten sich noch Glühwein und Pfannkuchen mit Schoko zum Nachtisch und danach ein Taxi vor die Haustür - es ist verdammt kalt abends! Der Rest ist schnell erzählt - skypen, Film gucken, Verabredungen vor morgen treffen und nun ist es schon 2.12 - also gute Nacht an dieser Stelle und bis morgen.

IDLF: Ich, Emilia, Alexandra, Ioana, Oana, Nora
IDLF: Ich, Emilia, Alexandra, Ioana, Oana, Nora

Sonntag, 20.11.2011

Ich war den ganzen Tag zu Hause und habe zwei Dinge getan, die ich sonst nicht jeden Tag tue:

1. Ich habe mir etwas zu essen gekocht - es handelte sich um Möhren, die ich in Gemüsebrühre weich gekocht habe, um sie dann mit etwas Butter und Frischkäse zu essen - mein Brot ist verschimmelt.

2. Ich habe Wäsche gewaschen - das hat circa 4 Stunden gedauert, da die Waschmaschine nicht gespült und geschleudert hat und ich deshalb 4 Anläufe unternehmen musste, bis sie sich endlich gnädig zeigt, und mir meine Wäsche schleuderte. Beim Waschen habe ich einen netten Plausch mit Johannes gehabt - einem weiteren deutschen Lehrer, der auf unserem Flur wohnt, was ich bisher nicht wusste. Nachdem die Wäsche fertig war musste ich feststellen, dass ein Paar Socken dafür vernatwortlich sind, dass die hellen Sachen nun alle graublau sind - irgendwann musste es ja passieren... Naja, es sind nicht sehr viele helle Sachen in der Maschine gewesen aber trotzdem ist es ärgerlich.

Da ich ansonsten nur vor dem PCrumgehangen habe, gibt es nichts weiter zu berichten. Außer, dass meine Rückreisepläne nach Deutschland langsam etwas Form annehmen... vielleicht zumindest.

Samstag, 19.11.2011

Als mein Wecker klingelte (gegen 9 Uhr) dachte ich, ich müsste sterben, so elend fühlte ich mich. Nach circa 4 Stunden Schlaf und jeder Menge Restalkohol im Blut, schleppte ich mich zum nächsten Taxi Richtung Institut. Während der Fahrt schon merkte ich wie vergiftet mein Magen war, aber ich schaffte es ohne Zwischenfälle ins Institut. Dort erklärte ich meiner Chefin meinen Zustand und sie schickte mich zum Ausruhen in den Seminarraum (der Raum war unbelegt). Auf den Weg dorthin musste ich dann doch Zwischenstation in der Toilette machen, aber danach ging es mir etwas besser. Ich legte mich also unter die Heizung auf dem Boden und versuchte zu schlafen. Irgendwann war mir total kalt und ich stellte mir 3 gepolsterte Stühle nebeneinander direkt an de Heizung und schlief dort noch mal ein. Nora, meine Chefin, weckte mich zum Mittagessen aber ich lehnte ab - allein der Gedanke an Essen ließ mich innerlich wieder aufs Klo rennen. Irgendwann wachte ich auf und richtete mich langsam wieder auf und schaute auf die Reaktion meines Kreislaufes. Es ging ganz gut und so saß ich noch ein bisschen an die Heizung gelehnt, als Nora und die anderen Institutsmädels mit mitgebrachtem Mittagessen für mich hereinkamen. Nora meinte, ich sollte nach Hause gehen und mich ausruhen und das tat ich dann auch. Ich entschied mich dazu, nach Hause zu laufen, um mein Hirn etwas durchpusten zu lassen und erneuter Übelkeit im Bus/Taxi zu entgehen.

Energielos wie ich war brauchte ich eine ganze Weile für den Weg, aber es tat mir gut. Es folgte eine ausgiebige heiße Dusche und danach setzte ich mich an den PC. Ich hatte mich gegen Schlaf entschieden, um meinen Rhythmus nicht komplett durcheinander zu bringen. So verbrachte ich den Rest des Tages mit Film gucken, skypen, Wasser trinken und irgndwann aß ich dann tatsächlich noch das mitgebrachte Essen auf und ging schlafen.

Freitag, 18.11.2011

Nach einem weiteren Seminartag stand abends kulturelles Programm an. In verschiedenen Gruppen besuchten die deutschen Studierenden Theater, Konzert, Film oder Tanz. Ich betreute die Tanzgruppe und fuhr mit ihnen in die Pinselfabrik, nachdem ich im deutschen Kulturzentrum beim "Spieleabend für Erwachsene" vorbeigeschaut hatte. Ich hatte zudem Robi und Bogdan bescheid gesagt, die auch kamen. Die Tanzperformance war interessant gemacht und hat mir gut gefallen. Auf dem Gelände der ehem. Pinselfabrik gibt es verschiedene Räumlichkeiten für Aufführungen, sowie Bars und eine Disko. Da auch am Samstag Seminar im Institut  sein sollte, gingen die meisten Deutschen frühzeitig zurück ins Hotel, denn dieses schließt zwschen 1 und 5 Uhr seine Türen und wer in dieser Zeit nach Hause kommt, hat gelitten und muss bis 5 Uhr warten.

Ich blieb also mit Robi, Bogdan und einem Deutschen noch in der Disko, wo ein Elektro-DJ auflegte und wir feierten bis in die frühen Morgenstunden mit reichlich Bier. Ein sehr schöner Abend insgesamt, auf den kein so schöner Morgen folgen sollte.

Donnerstag, 17.11.2011

Zu frühes Weckerklingeln reißt mich aus dem Schlaf und lähmt mich zugleich, mich aus dem Bett zu bewegen. Schließlich schaffe ich es und mache mich auf den Weg zum Insitut. Vorher schreibe ich meinem Kurier Marc noch einen freundlichen Zettel - er ist der Freund einer DAAD-Frau, die hier unterrichtet. Und er hat mir angeboten, Sachen von mir mit nach Deutschland, besser gesagt Gießen zu nehmen, was nahezu perfekt ist! Von dort aus wird ein Paket nach Kassel hoffentlich nicht mehr die Welt kosten. Also super Sache!

Im Institut bereite ich Kleinigkeiten für den heutigen Seminartag vor, verbringe den halben Tag dort, mache meine Hausaufgaben, um dann zum rumänischen Sprachkurs zu gehen. Von dort wie üblich zum deutschen Filmabend - die Legendevon Paul und Paula (DDR-Kultfilm). Dann gehe ich zum Tranzit Haus, einem Kulturzentrum in den umgebauten Räumlichkeiten einer alten Synagoge, wo die Seminarteilnehmer eine Lesung besucht haben. Ich komme mit der Idee im Hinterkopf, sie noch über ein Konzert im Atelier-Cafe zu informieren, zu dem ich gehen will (Robi hat mich gefragt ob ich kommen will), doch dann verquatsche ich mich etwas und lasse die Vernunft entscheiden, nicht mehr zum Konzert sondern nach Hause zu gehen. Dies geschieht dann relativ spontan und sehr zügig, denn ich erfahre, dass der vermutlich letzte Bus in 5 Minuten fährt - also schnell Jacke, Mütze, Schal angezogen - es ist saukalt inzwischen - und losgerannt, so schnell meine müden, untrainierten Beide meinen vollgegessenen Bauch tragen können und gerade rechtzeitig an der Haltestelle angekommen. Nach diesem kurzen Sprint in der Eiseskälte muss ich husten und kann nicht richtig tief atmen - ist wohl alles zugefroren... Das Kratzen geht ne Weile nicht weg, aber zu Hause trinke ich auf Anweisung meiner Mutter (per Skype) heißen Tee und langsam beruhigen sich meine irritierten Lungenflügel wieder. Das war auch schon mein Tag in aller Kürze und Würze und Kälte. Morgen wieder mehr von mir!

Mittwoch, 16.11.2011

Der Morgen begann heute mit dem Herausspringen der Sicherungen, als ich das Flurlicht anschalten wollte. Und auch nachdem ich im Sicherungskasten die Hebel wieder richtig gestellt hatte, ging kein Licht. Ich duschte also im Dunkeln und machte mich auf den Weg zu weiteren Seminar-Vorbereitungen. Ich war um 10 Uhr im Institut und wir wuselten herum und machten dies und jenes, bis gegen 14.30 Uhr die Seminarteilnehmer eintrafen (29 deutsche Lehramtsstudenten aus ganz Deutschland und ein paar rumänische Lehramtsstudenten). Thema des 4tägigen Seminars ist "Europa im Blick - Bildung und Kulturvermittlung in gesellschaftlichen Transformationsprozessen". Nach einem Imbiss und Kennenlernen gab es einen Vortrag unseres Institutsleiters zur Geschichte Rumäniens, anschließens Abendessen in einem siebenbürgisch geprägten Restaurant mit Livemusik. Die Stadtführung habe ich nicht mehr besucht, denn ich muss nun dringend schlafen und wollte euch ja noch den heutigen Tag schildern.

Dienstag, 15.11.2011

Ich habe den Vormittag hier zu Hause verbracht und bin dann gegen 15 Uhr aufgebrochen Richtung Institut. Auf dem Weg habe ich einige Besogungen getätigt und war dann 15.45 etwa da. Wir haben diverse Vorbereitungen für das Internationale Seminar getroffen, was morgen anfängt. Diese Vorbereitungen haben zwei Stunden gedauert, sodass ich gegen 18.30 wieder zu Hause war. Ich habe mir einen Tütenmilchreis gekocht, den Bauch vollgeschlagen und den Film "Herzensbrecher" geguckt. Danach bin ich losmarschiert, um mich um 21 Uhr mit Atila, Erika und Robi zum Pinpongspielen zu treffen in einem Sportclub in meiner Nachbarschaft. Wir haben etwa 2 Stunden gespielt, dann bin ich nach Hause und ab ins Bett.

Montag, 14.11.2011

Ich hatte den Tagesbericht schon fast fertig, da verschwand durch einen Fehler meinerseits der komplette Text unwiederruflich.

Ich werde also nur kurz zusammenfassen, was ich erlebt habe.

Ich bin abends zum deutschen Stammtisch gegangen, einem obligatiorischen Treffen für alle deutschen Studenten und Dozenten, die gerade in Cluj sind. Weil meine Uhr falsch ging, war ich zu früh dort und bin noch spazieren gegangen und habe eine neue Gegend kennengelernt. Nach dem Stammtisch war ich im "Klausen" und habe Robi, Lori (Robis Bruder) und Bernadette (nettes Mädel aus Budapest) getroffen. Danach hat mich Robi zu Fuß nach Hause gebracht udn ich bin hundemüde ins Bett gefallen.

Wohlbehalten zurückgekehrt

Das Wanderwochenende im Apuseni Naturschutzgebiet war wirklich schön. Wir sind Samstagmorgen aufgebrochen und da ich die Nacht nur wenig geschlafen hatte, bin ich im Auto relativ schnell wieder eingeschlafen. Wir waren insgesamt 7 Leute und mit 2 Autos unterwegs. Bei einem Zwischenstop unterwegs haben wir das gesamte Gepäck in das eine Auto geladen, denn Alexander, Erika und Mary sind damit direkt bis zur Hütte gefahren. Aron, Robi, Atila und ich konnten somit bequem ohne Gepäck zur Hütte laufen (circa 1,5-2 Stunden) - das Auto ließen wir in einem kleinen Dorf stehen. Nachdem wir zu Mittag gegessen hatten wollten wir noch etwas die Gegend bew(a/u)ndern. Währenddessen fuhren Mary und Alexander mit dem Kater des Hauses zurück ins Tal, um ein Frühlingsversprechen einzulösen - die Kastration. Also wanderten wir anderen 5 dem Gipfel entgegen und genossen den Ausblick. Gegen 17 Uhr machten wir uns an den Abstieg, denn die Sonne ging unter. Zurück in der Hütte machten wir unsere Betten und trafen die anderen zum Kartenspielen, Essen und Trinken. Nach einiger Zeit bekam ich heftige Kopfschmerzen aber Alexander gab mir eine Aspirin und es wurde besser. Die Müdigkeit wurde aber immer schlimmer und gegen 23.30 ging ich endgültig ins Bett, während die anderen mehr oder weniger munter die Runde Karten fertig spielten. Ich schlief sehr gut aber wachte ein paar Mal in der Nacht auf. Ich blieb morgens lange liegen und beobachtete einen Tagpfauenauge, der sich auf dem Fenstersims unseres Schlafraumes in der Sonne wärmte - ein sehr schöner Anblick. Gegen 11 Uhr frühstückten wir gemeinsam draußen im Sonnenschein. Dann packten wir unsere Sachen zurück ins Auto und machten uns mit Handgepäck auf den Weg zu den Weißen Felsen. Die Wanderung war sehr angenehm, da wir auf einer "Straße" liefen und weil es abwechslend bergauf und bergab ging. Wir hätten eine andere Route über den Berggipfel gehen können doch weil wir so spät aufgebrochen waren, blieb dafür eine Zeit. Bei den Weißen Felsen legten wir eine längere Pause ein - das war einerseits schön, weil wir den Ausblick und Schokolade genießen konnten, andererseits wurde mir sehr schnell kalt (Wind+Schweiß). Der Rückweg ging erstaunlich schnell und als wir an der Hütte waren, entschieden wir, direkt weiter ins Dorf zum anderen Auto abzusteigen und Alexander mit dem Gepäck-Auto dort zu treffen. Wir wollten in Cluj noch gemeinsam eine Pizza essen gehen, also fuhren wir direkt los und trafen die anderen in der Pizzeria wieder. Das war ein netter Abschluss unseres Ausflugs.

Zurück zu Hause erfreute ich mich meiner Toilette mit Klobrille und einer heißen Dusche. Ich war hundemüde, doch hielt mich noch eine Weile wach, um einen vernünftigen Nacht-Tag-Rhythmus beizubehalten.

In der Galerie gibt es einige Fotos vom Wochenende.

Ankündigung

Ich bin Samstag-Sonntag wandern in den Karparten, also werdet ihr eine kleine Sendepause hier haben. Nicht wundern, ich bin in der Wildernis unterwegs.

Freitag, 11.11.2011

Mein Tag startete mit einem unmotiverten Aufstehen, flüchtiger Katzenwäsche und schließlich einem rekordverdächtigen Sprint zum Bus. Anders als gewohnt habe ich diesmal mein Frühstück nicht bei der "Princess"-Bäckerei besorgt sondern habe mir 2 Müsli-Brötchen einer anderen Bäckerei gekauft - eine gute Entscheidung - sie sind lecker!

Nach Institutsfeierabend habe ich mich auf meine erste große Mission heute gemacht - ein Monatsabo für den Bus kaufen. Ich hatte auf dem Weg ins Institut einen Teil meines Geldes bereits umgetauscht und ging zum nächsten "Bilete si Abonament"-Häuschen. (Hier gibt es an jeder Haltestelle -immer abwechselnd auf beiden Straßenseiten- ein winziges Häuschen in dem eine Frau sitzt und Fahrkarten und Abos verkauft. Mir kam neulich der Gedanke, dass das ja unheimlich viele Arbeitsplätze schafft - sollten wir in Deutschland auch einführen - ist ja keine Arbeit für die man sonderlich qualifizeirt sein muss...). Ich sagte also meinen wohlüberlegten "Ich hätte gern ein Monatsabo für alle Busse"-Satz und wurde dann um ein Foto gebeten - ich hatte natürlich keins dabei aber dann viel mir ein, dass in meinem alten Wohnheimausweis eins war, was ich also kurzerhand herausriss. Nun trohnt es auf meinem Bus-Abo-Ausweis. Die Frage nach meinem Perso verstand ich recht sschnell, aber eine Schwierigkeit beim Kauf gab es dann doch, sodass ich einen jungen Mann um Übersetzung bat. Es ging um die Frage ab welchem Tag das Abo gültig sein sollte - heute 11.11.2011 - versteht sich von selbst dachte ich. Nun habe ich jedenfalls meine Ruhe vom ständigen Ticketkauf und kann ein paar Busausflüge mach quer durch Cluj unternehmen. Zum Beispiel zum Polus Center oder zur Iulius Mall (große Einkaufzentren mit allen möglichen Geschäften)!

Meine nächste Mission sollte heute ja nun endlich Kaufland sein, also stieg ich in den Bus und fuhr los und fuhrt vorbei und landete bei Billa - der Bus-Nach-Budapest-Einsammelstelle. Leidenschaftslos wie ich bin entschied ich mich also dazu, Kaufland zu vergessen und Billa meine Aufmerksamkeit und mein Geld zu geben. Ich werde auf jeden Fall wiederkommen, denn die Preise sind gut und die Auswal groß. Vielleicht erweise ich aber auch Penny und Kaufland noch die Ehre - wer weiß!?

Eine kleine Anekdote meiner Mission gibts unter "Nennenswerts".

Donnerstag, 10.11.2011

Ich bin ein Banause und schreibe nur ganz kurz, denn ich bin hundemüde. (Caine = Hund, oposite = müde). Ich habe den Tag zu Hause verbracht und bin wieder nicht zum Kaufland gekommen - es lag wieder an mangelndem Geld - irgendwie ist es gestern wie gewonnen so zerronnen und ich habe mir die erhaltenen Euro noch nciht eingetauscht. Also habe ich nach langem ausschlafen, ausgiebigem Duschen und Frühstücken einen Film geschaut (Renaissance) und musste dann mit Schrecken feststellen, dass mein Sprachkurs in 35 Minuten anfängt - also schnell ein paar Brote schmieren und ab die Post. Ich war zum Glück noch pünktlich!

Danach gings wieder zum StuFi und ich habe "Die Wolke" gesehen - ein Film über einen Reaktorunfall in Mitteldeutschland. Den Heimweg habe ich zusammen mit Ute zu Fuß bestritten und so habe ich einen neuen netten Weg direkt am Fluß und durch einen kleinen Prak kennengelernt.

Jetzt geh ich schlafen, also lest ihr wohl morgen wieder von mir!

Mittwoch, 09.11.2011

Die Nacht war ungewöhnlich kurz, der Wecker brutal und Die Waschmaschine hatte nicht geschleudert. Ich war etwas spät und fuhr dann ohne Müsli-Frühstück zum Institut, obwohl ich die Milch extra gestern Abend asu dem Kühlschrank genommen hatte, damit sie nicht ganz so kalt ist. Statt meies Müslis bengügt ich mich mit meiner standartmäßigen "Spirala cu nuca" - eeinem Gebächstück miti Nuss. Pünktlich wie eine Deutsche war ich im Institut, um auf den Technik-Fritzen zu warten, mit dem ich um 10 verabredet war - vergeblich. 30 Minuten nach der verabredeten Zeit bekam ich die Nachricht, dass etwas dazwischen gekommen sei und der er erst nach 12 Uhr. Ich nutzte also die Zeit produktiv, um zwecks Schuldenbegelichung zum alten Wohnheim zu gehen. Vor der Tür machte ich Halt, um die 60 Lei so klein wie möglich zu machen - einen 50Lei-Schein hatte ich bedauerlicherweise aber die restlichen 10 Lei stapelte ich so gut es ging in Form von Münzen und 1-Lei-Scheinen.

Dann betrat ich das Büro, um zu erfahren, dass ich das Geld doch nicht zahlen brauche  - voll gut - aber meien Hosentasche war voller Kleinstgeld. Also ging ich erstmal schön ein bisschen was einkaufen und dann zum Institut zurück, wo ich abermals einige Zeit auf den Technik-Typi warten musste. Als er dann mit seinem Kollegen im Schlepptau auftauchte, stellte er fest, dass er die Aufgaben für die er herbestellt worden war (Geräte anschließen) nicht erledigen kann, weil ein Kabel fehlt. Also installierte er ein Anti-Virus-Programm  und ging wieder. Das Ganze ins wirklich ärgerlich, denn wir sind darauf angewiesen, dass die Technik nächste Woche einwandfrei läuft, wenn hier ein großes internationales Seminar stattfindet. Ioana wird also nun dieses Kabel besorgen und hoffentlich kommt der Kerl dann nochmal und schließt die Geräte an.

 

Mein Tag im Institut zog sich etwas in die Länge, sodass ich zwischen Arbeit und Vergnügen nicht noch mal nach Hause fuhr. Nach verspätetem Feierabend gingen Nora und ich eine Möhrensuppe in einem kleinen ungarischen Lokal essen und danach vertrödelte ich die letzten Minuten bis zum Konzert (Dvorak, Piazzolla). Heute waren wir zu dritt - Robi brachte eine Freundin (Bernadette) mit, die selbst Filme macht und mit der ich Lust habe, ein neues Projekt zu starten. Leider ist sie nur etwa jede zweite Woche in Cluj und sonst in Budapest. Aber sie meinte, ich kann jederzeit zu ihr kommen und bei ihr wohnen und kreative Aktionen mit ihr starten - klingt super! Also werd ich schauen, ob ich meinen Rückweg nach Deutschland nicht über Budapest-Krakau legen sollte.

Zu Hause angekommen habe ich noch einen netten Plausch mit meinen Nachbarinnen gehalten - auch zwei echt herzliche junge Damen!

Soeben habe ich noch eine Sache fürs Institut fertig gemacht, die dringend erledigt werden musste und nun habe ich Zeit, mich dieser Seite zu widmen.

Ihr werden feststellen, dass ich eine neue Rubrik eingefügt habe "Nenneswertes" - aber lest selbst.

Hiermit sage ich euch "Noapte Buna" und bis morgen - es stehen spannende Tage vor der Tür.

Dienstag, 08.11.2011

Der heutige Tag war sehr unspektakulär. Meinen Kauflandbesuch habe ich gestrichen, da ich kein Geld habe, um dort einzukaufen. Mit 20 Lei in der Tasche lohnt sich ein Weg dorthin nicht. Ich hoffe, dass morgen der große Geldregen kommt und ich am Donnerstag meine Expedition ins Kaufland starten kann.

Ich bin also den ganzen Tag hier zu Hause gewesen und habe Filme geschaut, bis ich mich gegen 17.45 auf den Weg zum klassischen Konzert gemacht habe (Haydn und Sostakovic). Das Konzert war sehr gut und danach habe ich mit Robi eine weitere ungarisch geprägte Kneipe "Kreuzer" kennengelernt.  Dort haben wir eine Kleinigkeit gegessen und getunken, sind aber recht früh nach Hause gegangen.

Zu Hause wollte ich meine Wäsche waschen aber es stellte sich heraus, dass das etwas komlipierter ist, als ich gedacht habe. Man muss im vorhinein die Waschmaschine für einen bestimmten Zeitraum reservieren. Jetzt warte ich darauf, dass die Maschine durchgelaufen ist und ich waschen kann aber ich habe für Morgen früh die Maschine nun reserviert. Einen Wäscheständer und Waschpulver habe ich mir von meinen Nachbarinnen zusammengeliehen, also sollte nun nichts mer schief gehen.... warten wirs ab.

Der Ausblick auf Morgen ist insgesamt sehr verheißungsvoll: Ab 10 Uhr im Institut mit dem Informatiker-Darius, dann normale Sprechstunde von 13-15 Uhr und um 18.30 wieder Konzert aber diesmal in einem anderen Gebäude und anschließend wahrscheinlich noch Tischtennis spielen gehen mit Robi und zwei Kumpeln. Ihr dürft also gespannt sein!

 

... in zwischen ist es fast 1.30 und die erste Portion nasser Wäsche hängt in meinem Zimmer, während die zweite Maschine gerade läuft und sich damit begnügen muss, erst in circa 9 Stunden aufgehängt zu werden, wenn ich aufgestanden bin.

In diesem Sinne - eine gute Nacht - drei neue Bilder GESICHTet.

Montag, 07.11.2011

Meine erst Nacht allein in der neuen Wohnung war gut. Ich bin erst nach Mitternacht ins Bett, denn ich hatte heute Vormittag keine Termine. Meinen Morgen habe ich also gemütlich hier verbracht, um dann gegen 11 Uhr in Richtung altes Wohnhiem aufzubrechen. Dort wollte ich meinen Auszug offiziell der Administratorin verkünden. Ich habe sie auch tatsächlich angetroffen und mit Hilfe der google-Übersetzungstools verständigten wir uns einigermaßen - da ich zuspät "gekündigt" habe, muss ich die Hälfte meiner nächsten Miete noch zahlen - das sind 60 Lei, also um die 15 Euro. Ist zwar irgendwo affig aber ich will da keinen großen Stress machen. Die Dankbarkeit nun ein eigenes Zimmer zu haben ist groß genung, um dafür 15 Euro zu zahlen! Ich werde das Geld am Mittwoch hinbringen.

Mein erster richtiger Termin war heute um 12.30 mit Ioana vom Institut und Darius, einem Informatiker, der sich mit der Aktualisierung der Instituts-Website auseinandersetzen sollte. Da wir keinen eigenen Zugang haben, muss er die Aktualisierungen übernehmen - also wir sitzen daneben und sagen ihm, was er zu ändern hat und er tippt es in den Quellcode ein. Aber ich habe ja inzwischen eine neue Institutsseite erschaffen und bin gerade dabei, diese auszubauen. Dann sind wir nicht mehr auf Darius angewiesen, sondern können alle Änderungen und Aktualisierungen selbst vornehmen. Dann wird nur noch das gröbste auf der momentanen Seite durch Darius geändert und die eigentliche Seite verwalten wir selbst.

Auf dem Weg zu diesem Treffen habe ich noch ein wenig Haushaltskrempel für die Küche besorgt.

Auf dem Weg nach Hause war ich ein paar Lebensmittel einkaufen - dirket vor meiner Haustür ist ein winziges Lädchen, bei dem ich nun immer einkaufen will. Leider ist das Sortiment sehr beschränkt, sodass mein Vorhaben für morgen darin besteht, dem riesigen Kaufland in die Nähe einen Besuch abzustatten.

Das Wetter war sonnig und relaiv warm, sodass ich zu Fuß unterwegs war.

Am Nachmittag habe ich meine Rumänisch-Hausaufgaben gemacht - zumindest die, die ich verstanden habe und einen Film geguckt.

Dann schaute ich nach meinen Mails und fand eine Einladung von Robi, mit ihm zu einem Kammermusikfesival zu gehen, wo heute Brahms gespielt wird. Ich hab natürlich sofort zugesagt und habe mein hier erstandenes neues Hemd angezogen - das Konzert fand im Museum für Transilvanische Ethnologie statt (grobe Überseztung) - leider war es zu kalt, um ohne Pulli das Konzert anzhören, also kam mein Hemd gar nicht zur Geltung. (Ich behaupte einfach mal, dass die hiesigen Prese für Konzerte in der Regel etwa 1/4 -1/3 der deutschen Preise ausmachen. Ich habe heute umgerechnet knapp 2,50 Euro bezahlt!) Danach beschlossen wir noch einen Te trinken zu gehen. Auf dem Weg passierten wir einen Outdoor-Dia-Vortrag über den Fall der Berliner Mauer vor der Kunst- und Design-Uni. Robis Bruder war dort aber wir gingen bald weiter in eine Kneipe namens "Klausen" - es ist eine ungarisch-geprägte Kneipe und ich trank eine warme Milch mit Honig und Zimt. Wie blieben nicht sehr lange, denn Robi wollte abends noch arbeiten und ich war aus irgendeinem Grund auch relativ müde. Also brachte mich Robi noch zur Bushaltestelle (ich war heute schon genug zu Fuß unterwegs und es war inzwischen viel kälter geworden). Für Morgen haben wir uns für ein weiteres Konzert verabredet, da dieses Kammermusikfesival über die ganze Woche geht.

Euch erwartet für morgen also ein spannender Bericht über Kaufland und über ein weiteres Konzert.

 

Sonntag, 06.11.2011

Soeben habe ich mit Tim am Budapester Flughafen geskypt. Die Fahrt ist gut verlaufen und auch das Gepäckproblem hat sich gelöst: Für 30 Euro durfte der Koffer mit! Also alles im Lot aufm Boot. Jetzt heißt es nur noch Wartezeit überbrücken und dann ab in die Luft.

Ich habe neben Wäsche waschen mein Zimmer aufgeräumt und räumlich optimiert; soll heißen, kleinere Möbelstücke umgeräumt und meinen Vorstellungen angepasst. Ich habe gerade einen tollen Film gesehen - Tim Burtons "Nightmare before Christmas" und gleich wird wohl ein weiterer Film folgen. Ihr werden wohl später noch weiteres lesen können.

und sie hält, was sie verspricht

Sooooo, kaum ist Tim unterwegs, habt ihr mich schon zurück.

Ich werde die letzten Tage mal für euch zusammenfassen.

 

1. Budapest

Meine Reise nach Budapest war angenehm, fing jedoch etwas chaotisch an. Der Bus kam 35 Minuten zu spät und ich hatte mir schon Sorgen gemacht, dass ich an der falschen Stelle stehe und der Bus ohne mich losgefahren ist. Glücklicherweise habe ich auf dem verabredeten riesigen Parkplatz irgendwann einen Reisegefährten ausfindig gemacht, mit dem ich dann gewartet habe und der meien Nerven etwas beruhigen konnte. Die Fahrt an sich verging ziemlich schnell, wir haben mehrere kurze Pausen gemacht und ich habe entweder geschlafen oder mich mit Bogdan, meinem Reisegefährten, unterhalten. Wir fuhren in einem mittelgroßen Kleinbus (ca. 20 Plätze), waren jedoch nur 3 Passagiere und der Fahrer - es gab also genügend Platz für alle und es war eine angenehme Atmosphäre.

In Budapest wurde ich direkt am Fulghafen abgesetzt, wo ich die restlichen 4 Stunden bis zu Tims Ankunft verbringen durfte. Der Flughafen (bzw. das Terminal 2B) ist sehr überschaubar und so genehmigte ich mir zunächst etwas zu essen in einer Cafeteria. Dort entdeckte ich eine kleine Gruppe älterer Herren die deutsch sprachen und ich gesellte mich zu Ihnen. Wir unterhielten uns nett doch leider brachen sie relaiv bald wieder auf, sodass ich noch weitere 3,5 Stunden Wartezeit vor mir hatte. Notwenigerweise hatte ich mir die restlichen 250 Seiten es zu korrigierenden Buches mitgenommen und fing an zu arbeiten. Die Cafeteria schloss dann irgendwann gegen 20.30 und ich zog in die zugige und laute Eingangshalle um, wo gerade Bauarbeiten stattfanden - eine Alternative fand ich nicht. Dort auf einem Plasiksitz verbachte ich also den Rest der Zeit - ebenfalls mit Korrigieren.

Als Tim angekommen war, orderten wir unseren Shuttleservice und wurden direkt ins Hostel gebracht. Dort vielen wir ohne Abendessen ins Bett.

Die Tage in Budapest ließen wir sehr ruhig angehen - ausschlafen und dann durch die Gegend bummeln, Frühstück finden... Es war ziemlich kalt aber trocken, doch nach ein paar Stunden frischer Luft, kehrten wir meist ins Hostle zurück und zogen nach nochmal zum Abendessen los. Isngesamt war die Zeit viel zu kurz um alles zu sehen, was wir sehen wollten aber die Zeit war auf jeden toll!

Die Rückreise am Dienstag ging dann auch problemlos vonstatten und als wir in Cluj ankamen, machten wir gleich meinen Wohnheimumzug.

 

2. Cluj

Ich hatte während unseres Budapestaufenthaltes die Nachricht erhalten, dass ich ab dem 1.11. in das Hotel ziehen könnte, was wir während des Fibelseminars schon bewohnt hatten.

Also fuhren wir nach unserer Ankunft in Cluj direkt in mein Wohnheim und packten alles zusammen, was wir tragen konnten - leider reichte das nicht aus, denn Tim hatte ja noch sein eigenes Gepäck dabei. Aber wir nahmen schon eine ganze Menge mit und fuhren ins Hotel. Dort räumten wir die Koffer und Rucksäcke halbherzig aus und gingen dann auch bals schlafen. Am  Mittwoch musste ich standardmäßig ins Institut und nahm Tim mit, um ihm vorher schon ein bisschen Orientierung in der Stadt zu geben. Während ich im Institut war, ging er in ein Cafe und holte mich dann wieder ab. Wir holten die restlichen Klamotten aus dem Wohnheim und richteten mein neues Zimmer her - inklusive Möbel rücken.

Für Donnerstag hatte ich schon im vorhinein mit Robi einen Ausflug in eine Salzmine geplant und nachdem wir am Mittwoch die Details geklärt hatten, trafen Tim und ich uns mit Robi und fuhren mit dem Bus nach Turda. Die Salzmine war unglaublich beeindruckend aber ich denke, die Bilder sprechen für sich...

Abends waren wir im deutschen Kino und haben "Schulze gets the Blues" gesehen und waren im Anschluss mit Robi noch ein Bier trinken.

Freitag habe ich viel Zeit im Institut verbracht, doch zwischenzeitlich waren Tim und ich lecker Mittagessen und haben das Ticket für seine Rückfahrt nach Budapest gekauft. Abends haben wir die Einkaufsmöglichkeiten im Umfeld meiner neuen Wohnung erkundet und sind widerum früh schlafen gegangen, denn für Samstag stand der nächste Ausflug an.

Mit ein paar Kolleginnen aus dem Institut fuhren wir mit dem Zug nach Bonida und besuchten das Gelände der ehemaligen Sonnerresidenz der Familie Banffy. Auch hierzu gibt es geügend Bilder, die ihr euch anschauen könnt.

Wir waren schon am späten Nachmittag wieder zurück und machten uns viele Gedanken zu der Gepäckfrage - die Überlegung war, ob Tim ein paar Sachen von mir schon zurück nach Deutschland transportieren kann (vorallem die ganze Technik), damit ich bei meiner Rückreise weniger zu schleppen habe und möglicherweise sogar leicht genug bin, um zu fliegen.

Nach langem hin und her haben wir einen Koffer gepackt und entschieden, dass wir es riskieren wollen - denn es war keine Waage aufzutreiben und der Koffer darf "nur" 16 Kilo wiegen. Pro Kilo übergewicht müssen wir 10 Euro zahlen und wir glauben beide, dass der Koffer schwerer als 16 Kilo war. Aber Tim hat noch genügend Geld dabei, sodass im Falle das Falls zumindest kein Gepäck hier bleiben muss - hoffentlich.

Tja und heute morgen um 7.30 ist er dann weggefahren und ich bisher nichts gehört habe, gehe ich davon aus, dass er schlafend im Bus Richtung Budapest sitzt.

Back in Cluj and very busy

Hallo zusammen,

 

ich bin momenten sehr viel beschäftigt, sodass ich euch leider etwas vernachlässige. Das tut mir sehr leid und ich gelobe Besserung.

Sobald Tim wieder weg ist, werde ich mich euch wieder stärker widmen können. Also habt etwas Nachsicht mit mir und geduldet euch ein wenig.

Vielen Dank für euer Verständnis.

TRIP TO BUDAPEST

Hallo ihr lieben,

 

heute ist schon Sonntag und Tim und ich sind stundenlang durch die Stadt gelaufen. Budapest ist wirklich schön und es gibt viel zu sehen. Morgen haben wir auch ein volles Programm mit Sehenswürdigkeiten und Shopping. Uns geht es sehr gut und Bilder von unserem Städtetrip folgen in Kürze - leider ist das Internet hier im Hostel sehr langsam und es würde ewig dauern, die Fotos hier hochzuladen. Deshalb werden wir das aus Cluj erledigen - die besten Neuigkeiten die mich aus Cluj per Mail erreicht haben sind die, dass ich ab dem 1.11. umziehen kann - also perfektes Timing!!!

Das war ein kurzer Bericht, ich weiß. Aber damit müsst ihr euch vorerst zufrieden geben...

 

Einen schönen Abend wünschen euch

Nora und Tim

Freitag, 28.10.2011

HAPPY BIRTHDAY MAMA

Gestern, Donnerstag war unspäktakulär. Ich war viel zu Hause, dann Geld um tauschen für die Budapest reise, "Koffer" packen und dann beim Sprachkurs und im deutschen Kino (Im Juli, Fatih Akin).

 

Jetzt gleich geht meine Busreise nach Budapest los, also kann ich nicht viel schreiben aber vielleicht kann ich im Hostel mal ins Internt.

 

Also habt alle ein schönes Wochenende, vorallem das Geburtstagskind, und wir lesen uns spätestens Dienstagabend wieder!!!

Mittwoch, 26.10.2011

Meine Mitbewohnerin kam nachts gegen 1.30 nach Hause was ich weniger an den Geräuschen als an den Gerüchen festmachen konnte, die sie ins Zimmer trug. Eine unglaublich antemraubende Parfüm-Zigaretten-Wolke stand im Zimmer und wollte nicht verdampfen. Da es nachts wirklich bitterlich kalt istund das eine Fester sowieso unglaublich undicht ist, hatte ich nach einem kräftigen Durchzug das Fenster vorm Schalfengehen geschlossen, was ich nun bereuen sollte. Doch wenigstens konnte ich in diesem Fall dankbar für das ziehende Fest sein, wa smir etwas Sauerstoff lieferte. Als ich heute Abend nach Hause kam, war meine Mitbewohnerin hier, sie scheint nun also wieder beständiger das Zimmer zu benutzen. Zumindest war sie wohl auch tagsüber größtenteils da, wobei sie zwischenzeitlich wohl einkaufen war, denn ich habe nun eine nagelneue eingepackte Zahnbürste im Badezimmer entdeckt!

Ich habe lange geschlafen und bin dann ins Institut gegangen, wo ich mehr Zeit verbracht habe, als eingeplant. Vorher wollte ich mir ein altbewährtes Gebäckstück (so Nussschleifenähnlich) bei einem bestimmten Bäcker kaufen, doch es war aus, sodass ich spontan etwas anderes kaufte (so Apfelstrudelähnlich). Wir haben einigews zu besprechen gehabt hinsichtlich eines Internationalen Seminarwochenendes Mitte November und plötzlich war es schon nach 17 Uhr, bis ich aus dem Institut kam. Im Anschluss war ich noch einige Leckereien für meine bevorstehende lange Reise einkaufen. Dabei gab es gleich mehrere erwähnenswerte Ereignisse:

1.Ich habe mir nach dem Süßigkeitengroßeinkauf in einer anderen Bäckerei etwas zu essen gekauft, von dem ich mir nicht im entferntesten vorstellen konnte, was es ist. Es war köstlich und hatte Brezelform, waraber aus sehr weichem süßlichen Teig und mit feingehackten Nüssen bestreut!

2. Ich bin heute einen unüblichen Weg nach Hause gelaufen, um sicher zu gehen, dass die Busse, die ich Freitag zum Autogara nehmen kann, auch wirklich auf der Parallelstraße zum Wohnheim fahren. Von den 4 Bussen, die ich nehmen kann, sind mir nur 2 Stück begegnet, und dafür musste ich noch eine Weile an der Haltestelle rumstehen - also werde ich seeeehr rechzeitig losgehen am Freitag.

3. Durch diesen eben geschilderten Umweg bin ich die "Kneipenstraße" in der ich vorgestern das Bierchen trinken war, entlang gekommen und wurde nun aufmerksam auf den "zwenty"-shop - einen kleinen Supermarkt. Ich hatte so viele Süßigkeiten gekauft, dass ich der Meinung war, dies mit etwas salzigem ausgleichen zu müssen, also wollte ich Chips kaufen. Ich hatte hohe Preise erwartet, denn die Lage dieses Shops lässt sich sehr gut für die Ausbeutung der Studenten missbrauchen. ABER das Gegenteil war der Fall - in diesem Laden habe ich die billigsten Lebensmittel meines bisherigen Aufenthaltes gefunden (zugegeben ich war auch noch nicht in vielen verschiedenen Geschäften aber ein paar Preise und Produkte konnte ich 1zu1 vergleichen!). Es war also ein total toller Schachzug von mir, noch salziges Knabberzeug zu kaufen, denn jetzt weiß ich, wo ich in Zukunft einkaufen werde. Dieser Laden macht hoffentlich seinem Namen alle Ehre und hat lange Öffnungszeiten - das muss ich noch auskundschaften. Jedenfalls liegt er in meiner direkten Nachbarschaft und wird dehalb wohl "Ana" ablösen - meinen bisherigen Supermarkt des Vertrauens. Wobei ich glaube, dass ich für ein paar Lebensmittel immernoch zu "Ana" gehen werde, denn mit der einen Verkäuferin mache ich immer SmallTalk und ich glaube, sie freut sich immer wenn ich komme. Es würde mir irgendwie das Herz brechen, wenn ich sie im Stich lassen würde.

Also das waren die bemerkenswerten Dinge, nun weiter im Text:

Ich kam nach Hause und schrieb dann das Protokoll unserer heutigen Besprechung für alle Teilnehmer auf.

Dann das übliche - essen, Film gucken, skypen - ihr kennt das  ja inzwischen...

Mit Erstaunen hörte ich eben meine Mitbewohnerin duschen und wenn mich nicht alles täuscht auch Zähneputzen- wahrscheinlich geht sie gleich noch feiern, wenn nun sitzt sie in Unterwäsche neben mir und schminkt sich und cremt sich ein undundund....macht sich schön für die rumänsichen Boys.

In diesem Sinne allen einen SCHÖNEN abend...

Dienstag, 25.10.2011

HAPPY BIRTHDAY SCHWESTER

Also gestern Abend war ich tatsächlich noch mit einer Handvoll Leuten ein paar Bierchen in einer der vielen Studi-Kneipen um die Ecke trinken. War gegen 1.30 zu Hause, von meiner Mitbewohnerin keine Spur - also die zweite Nacht allein.

Ich bin den ganzen Tag nicht aus dem Haus gegangen und sitze hier in meinem Schlafanzug. Ich habe mit der Korrektur des Buches weitergemacht aber irgendwie kann ich das nicht so lange am Stück machen. Ansonsten habe ich den Tag damit verbracht, meine Schwester ein kleines Geburtstagsgeschenk zu machen - an dieser Stelle ein weiteres HAPPY BIRTHDAY! Weiterhin habe ich zwei Trickfilme geguckt - das gefällt mir gerade sehr. Also wenn jemand einen Trickfilm empfehlen kann, nur zu!

Nun sage ich noapte buna und bis morgen, hier ist es schon nach Mitternacht.

Montag, 24.10.2011

Heute war also der große Waschtag. Doch bevor ich mich mit meinen drei Plastiktüten auf den Weg machte, ging ich einkaufen, um Kleingeld für die Waschmaschine zu haben.

Im Keller des Wohnheims 16 herrscht ein Temeraturunterschied von gefühlten 10 Grad zum Erdgeschoss, denn ununterbrochen laufen Waschmaschinen und Trockner. Ich fing also sofort an zu schwitzen, als ich da unten war. Die Prozedur das Waschens musste ich erstmal verstehen und mit einiger Hilfe anderer Profi-Wascher, die mir alles erklärten, kam ich dann auch zum Zuge. Das Geld bekommt eine Frau, die mir eine Rechnung ausstellt und dann meine Waschmaschinen (ich hatte zwei, weil ich 60 und 40Grad-Wäsche hatte) mit Waschpulver und Weichspüler befüllt und mir dann die gewünschten Gradzahlen einstellt. Dann heißt es warten - ich bin in der Zeit zurück nach Hause und habe geduscht. Nach eine halben Stunde sollte ich wiederkommen und meine 40Grad-Maschine war auch shcon durchgelaufen, die 60Grad-Wäsche sollte allerdings noch weitere 30 Minuten laufen. Ich dachte also, dass ich wieder warten würde, um dann alle Wäsche auf einmal in einen der Trockner zu machen. Dich die fleißige Frau kam mir zuvor und fing bereits an meine 40Grad-Wäsche zu trocknen, also ging ich wieder hin und frühstückte. Dann erhielt ich eine Mail von Nora, die mich bat, eine PDF-Datei für sie auszudrucken und Korrektur zu lesen. Wie ich feststellte, handelte es sich dabei um ein 325seitiges Buch. Ich schaute also Ausschau nach dem nächsten Copyshop und fand einen in der Nachbarstraße - auf dem Weg dorthin machte ich Zwischenstop bei der Waschmaschine, wo inzwischen auch meine 60Grad-Wäsche durchgelaufen war und ich die Frau bat, den nächstne Trockner für mich anzushcmeißen - die 40Grad-Sachen waren schon trocken und ich legte sie zusammen und packte sie in eine Plasiktüte, die ich auf meinen neuen Trockner legte.

Danach ging ich also zum Copyshop, drucke das Buch aus und kam damit zurück in die Wäscherei, wo ich die nächste halbe Stunde Korrektur las und auf die 60Grad-Wäsche wartete. Nachdem die Zeit um war, musste ich feststellen, dass die Wäsche leider noch gar nicht trocken war aber ich hatte keinen Nerv mehr, läner zu warten, also packte ich den Krempel zusammen, ing nach Hause und beschmückte das Zimmer mit allerlei feuchter Wäsche. Meine Mitbewohnerin kam irgendwann für eine Minute ins Zimmer, frage mich, ob ich irgendein Formular ausgefällt hätte, was ich verneinte, und dann verschwand sie wieder. Den Rest des Tages verbachte ich mit dem Essen von frischem Brot vor dem PC.

Und gleich gehe ich wohl noch ein bisschen aus. Dazu dann später mehr.

Sonntag, 23.10.2011

Heute war kein sehr aufregender Tag. Ich habe versucht Wäsche im anderen Wohnheim zu waschen, doch das ist nur von Montag bis Freitag möglich. Etwas interessantes habe ich aber trotzdem herausgefunden auf der Suche nach dem richtigen Wohnheim: Wenn ich das richtig  verstanden habe hat sich dort letztes Jahr ein Student aus dem 9. Stock in den Tod gestürzt. Ich kann aus meinem Fenster direkt auf die Stelle gucken. Aber die genauen Umstände des "Unfalls" oder was auch immer konnte ich den rumänischen Texten und Videos und Fotos trotzdem nicht entnehmen.

Ansonsten war der Tag geprägt von Bett frisch beziehen, am PC rumhängen und das Alleinsein im Zimmer genießen.

Samstag, 22.10.2011

Heute stand ein spontan zugesagter Ausflug nach Aiud (Straßburg am Mieresch) an, zu dem mich Robi (Fotograph, siehe Galerie) eingeladen hatte. Grund für den Ausflug war eine Internationale Foto und Video-Ausstellung, die wir besuchen wollten. Aiud liegt etwa 70 km entfernt von Cluj und wir wollten mit einem privaten Auto fahren. Treffepunkt war 9.50 und tatsächlich waren 4 von 6 Leuten um 9.50 da - aber es fehlten der Fahrer und seine Freundin. Nachdem Robi diese aus dem Schlaf geklingelt hatte, setzten wir uns in ein Cafe, um die Wartezeit zu überbrücken, die die beiden zum Fertimachen brauchten. Es verging so in etwa eine Stunde, dann waren wir alle versammelt und stellten fest, dass das Auto einen Platten hat. Nach einigen Überlegungen wurde entschieden, dass Auto in die Werkstatt zu bringen. Also fuhren Robi und der Fahrer in die Werkstatt und ich lief mit den anderen 3 Leuten zu einem Fotostudio - wem genau das Studio gehört, weiß ich nicht, jedenfalls hatte das eine Mädel die Schlüssel. Alle Leute aus unserer Reisegruppe gehören "ERKE" an (Tansilvanian Lightpainters Association) - einer Vereinigung von ungarischen und inzwischen auch rumänischen Fotographen. Und in dem Fotosutdio waren überall "ERKE"-Aufkleber und ein Banner - also ist dsas vielleicht einfach das Studio dieser Vereinigung. Naja, jedenfalls warteten wir doch wiederum etwa 1,5 Stunden, bis das Auto fahrtüchtig war und wir gegen 13 Uhr aufbrachen.

In Auid angekommen, gingen wir zunächst Mittagessen und schauten und danch in der Stadt um, denn die Vernissage war erst um 18 Uhr. Es gab zwei verschiedene Ausstellungen an unterschiedlichen Orten. Die zweite Ausstellung war in einer privaten Galerie und dort waren nur ERKE-Fotos ausgestellt. Danach haben wir noch zu Abend gegessen und sind den Heimweg angetreten. Robi und die anderen sind noch feiern gegangen, aber ich war zu müde, sodass ich heim ging. Ein paar Fotos von dem Ausflug gibts in der Galerie.

Freitag, 21.10.2011

Die Nacht war kurz, da meine Mitbewohnerin nachts um 4 mit Herrenbesuch heim kam und sich die beiden dann noch bis etwa 5 Uhr lautstark unterhalten haben und der junge Mann dann anfing zu schnarchen.

Der Vormittag im Institut war unspektatulär, ich bin dann noch dort geblieben und habe Goethegedichte abgetippt, bis um 15 Uhr IDLF-Sitzung war - das heißt alle freiwilligen und unfreiwilligen Mitarbeiterinnen kommen zusammen und besprechen anstehende Aufgaben, Probleme etc...

Da zu meinem ersten Workshoptermin um 16 Uhr niemand erschien, bin ich wieder allein ins Kino gegangen und danach heimwärts, es hat die ganze Zeit geregnet. Also insgesamt ein eher beschissener Tag.

Ich bin zuversichtlich, dass der morgige Tag besser wird (wenn auch nicht vom Wetter her).

Donnerstag, 20.10.2011

... kein sehr gutes Erwachen heute... gestern Abend bin ich spontan noch mit Alin auf die Rolle gegangen - für 5 Lei Eintritt gab es 2 Stunden Freibier in einem Club - wir haben aufgrund des imensen Andrangs zwar nur 2 Runden ergattern koennen aber nach er Happy Hour habe ich es mir nicht nehmen lassen, weitere Beire zu trinken. Gegen 1.30 war ich dann zu Hause und bin sofort eingeschlafen, was bitter nötig war, denn heute hatte ich um 10 Uhr einen Termin im Institut. Erstaunlicherweise bin ich schon vor meinem Wecker aufgewacht und habe mich erstmal zum Wassertrinken gezwungen und dann unter die Dusche gestellt, um diesen furchtbaren Rauchgestank abzuschütteln. Auf ein Frückstück habe ich vorsichtshalber erstmal verzichtet und bin mit meiner Wasserflasche bewaffnet los zum Institut marschiert - ich war viel zu früh da, weil ich nicht mehr zu Hause rumhängen wollte - frische Luft tut gut!

Nachdem ich also wieder versucht habe, Leute für mein Projekt zu gewinnen, bin ich noch ein bisschen im Institut geblieben und habe Goethegedichte gelesen, nachdem mein Versuch auf dem Schreibtisch zu schlafen gescheitert war. Um 12.30 bin ich dann - nach meinem ersten Besuch eines hiesigen Dönermannes - wieder allein ins Kino gegangen - diesmal leider ein rumänischer Film ohne Untertitel, also fand ich nach einiger Zeit dort meinen Schlaf. Weil mir das nicht reichte, bin ich nachmittags nach Hause und habe einen richtigen Mittagsschlaf gehalten, um dannvom Wecker geweckt zu werden und mich wieder auf den Weg zu machen - diesmal Kurzfilme rumänischer Filmstudenten - viele gute Sachen dabei aber leider musste ich früher gehen, weil um 18 Uhr meine erste Rumänisch-Stunde in der Uni anfing. Wir haben das Verb "sein" konjugiert und noch ein paar andere Dinge gemacht. Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie ich das 4 Stunden am Stück durchstehen soll. Die Gruppe scheint ganz ok zu sein bis auf eine blöde Nervensäge. Vom Sprachkurs gings direkt zum StuFi-Treffen (studentischer Filmclub) von der Germanistik. Dort haben wir eine Filmauswahl getroffen, die dieses Semester gezeigt werden sollen. Jede Woche wird ein Film gezeigt, manachmal gibt es eine kleine Einführugen davor oder eineDiskussion im Anschluss. Die Filme müssen deutschsprachige Originale sein, in Deutschland produziert worden sein o.ä. Das Treffen ging recht lang, weil wir viele Trailer geschaut haben, um einen Eindruck der Filme zu bekommen. Danach bin ich straight hier nach Hause gelaufen und habe mich uf dem Weg noch mit der DAAD-Sprachassistentin über Wohnmöglichkeiten unterhalten. Also vielleicht finde ich bald ein neues Obdach - ihr werdet es erfahren... Insgesamt ein etwas schwieriger Start in den Tag aber der Mittagsschlaf hat einiges gebracht, sodass ich noch produktiv sein konnte und auf einen vielfältigenTag zurückblicken kann.

Mittwoch, 19.10.2011

Der gestrige Tag ist sehr still verlaufen. Meine neue Mitbewohnerin war fast den ganzen Tag weg und kam erst abends gegen 22.30 zurueck. Geredet haben wir kein Wort - weder sie noch ich haben Anstalten dazu gemacht und es waere sicherlich schwierig geworden, wenn ich kein rumaenisch und sie weder englisch noch deutsch spricht.

Als ich heute gegen 11 Uhr das Zimmer verliess, lag sie noch im Bett - vielleicht hat sie drauf gewartet, dass ich gehe, bevor sie aufsteht, vielleicht hat sie noch geschlafen...!? Jedenfalls hat sie bis auf laptop und Bettwaesche ihre riesigen Koffer noch nicht ausgepackt und ist ohne Zaehne zu putzen ins Bett gegangen... dafuer raucht sie und hat Nestle-Suessigkeiten.

Ich habe mich gestern sofort bei meinen deutschen Kontakten (DAAD-Menschen) nach Wohnalternativen umgehoert und werde euch alle Neuigkeiten mitteilen. Wahrscheinlich bin ich morgen schon einen Schritt weiter, was private Unterkuenfte angeht. Denn momentan will ich eigentlich nicht dort bleiben. Deshalb bin ich auch 1,5 Stunden frueher als noetig raus und habe mich hier ins Institut gesetzt. Es ist eine wirklich seltsame Athmosphaere, wenn jemand da ist aber "unsichtbar", weil man nicht miteinander spricht. Ich fuehl mich jedenfalls sehr unwohl in dieser Wohnsituation und habe heute nicht sehr gut geschlafen. Auch in Hinblick auf Tims Besuch in zwei Wochen waere es wesentlich besser, wenn ich ein eigenes Zimmer irgendwo haette. Ich hoffe, dass sich durch private Kontakte eine Wohnmoeglichkeit fuer mich ergibt, ansonsten frage ich mal im Hostel nach, ob die fuer "Dauermieter" ne gute Sonderkondition fuer ein Einzelzimmer anbieten koennen.

Tja das ist so der neuste Stand hier aus Cluj.

Gleich habe ich das Infotreffen fuer mein Projekt - ich hoffe, es kommt irgendwer. Gestern habe ich einen neuen Zeitplan erarbeitet, da die eigentliche Planung inzwischen zeitlich laengst hinfaellig geworden ist. Ihr merkt...es sind spannende Zeiten und ihr koennt quasi live dabei sein.

Also bis spaeter, wenn ich euch von dem Verlauf das Infotreffens berichte und vielleicht noch ein bisschen ueber meine Wohnsituation noergeln kann.

 

Tja, zu meinem Infotreffen ist natürlich keine einzige Seele erschienen. Irgendwie habe ich es ja geahnt. Ich werde trotzdem alle für die erste Sitzung am Freitag vorbereiten, denn der Zeitpunkt meines Infotreffens war unglücklich gewählt und ich erhoffe mir, dass am Freitag dann ein paar Leute erscheinen.

Nachdem ich also meine Zeit im Institut abgesessen hatte, sidn Nora und ich auf die Suche nach der BCR-Bank gegangen, denn dorthin habe ich mir ein bisschen Geld überwiesen, um die Abhebegebühren zu umgehen. Wir haben die Bank zwar nicht gefunden, Nora hat mir aber einen Euro-Vorschuss gegeben, denn ich mir dann getauscht habe. Am Freitag krieg ich dann wohl den Rest und sie ihre Schulden zurück.

Naja, mit dem getauschten Geld und ein paar Leckerlichkeiten (die Frau an der Kasse hat einen 5-Lei-Fehler mir zu Gunsten gemacht und ich habe zusätzlich noch 4x10 Bani gefunden) im Rucksack habe ich mich ein bisschen in die Sonne gesetzt und meine Goethe-Gedichtauswahl studiert. Somit habe ich die Wartezeit zum Kinofilm überbrückt, den ich mir im Rahmen des "Cluj Comedy"-Feilmfestivals anzuschauen vorgenommen hatte. Eine deutsch-russische Produktion, mehr konnte ich dem rumänischen Programmheft nicht entnehmen. Das Kino fand ich relativ schnell und mit mir etwa noch 15 andere Personen. Der Film war mit englischen Untertiteln, sodass ich alles verstehen konnte; besonders berauschend fand ich ihn aber trotzdem nicht. Aber ich war froh um jeden Grund, später nach Hause zu kommen.

Als ich dann hier ankam, erwartete mich meine Mitbewohnerin im Putzrausch - alles riecht nach Zitrone und ist sauber - eine super Sache. Außerdem haben wir 2 Worte mit einander getauscht - es geht also vorwärts. Ich bin gespannt, was als nächstes kommt.

Soweit der Stand aus dem Zitronenzimmer!

ACH DU SCHEISSE!!!! Meienneue Mitbewohnerin stadt eben vor der Tür.

Oh gott oh gott.... und das Zimmer sah furchtbar aus - unaufgeräumt und total dreckig... und sie kann kein Wort deutsch oder englisch.... das wird eineheitere Zeit....

ich bin total geschockt und hab innerhlab von ein paar sekunden veruscht, das Chaos etwas zu lindern. ich habe alles wieder beiseite geräumt, was mehr als die Hälfte der Regalbretter belegt, damit sie uahc Platz hat und ich habe den Badezimmerboden vom gröbsten Dreck befreit. Aber der Zimmerboden ist total verstaubt, überall sind Wollmäuse, weil ich noch keine Zeit und Lust hatte, mir wieder einen Besen vom Hausmeister zu leihen... Prost... ich glaube sie kommt gleich zurück.. also machts gut.

ich bin verwirrt..... oh gott oh gott.

Dienstag, 18.10.2011

 

Heute morgen um 10 Uhr hatte ich einen Termin im Institut, um mein Projekt bei einem Seminar der Fakultät für Europastudien vorzustellen. Auf dem Weg ins Institut passierte ich Autos mit einer dünnen Eisschicht auf Windschutzscheibe und Motorhaube. Hier ist es also inzwischen richtig kalt und man sieht den eigenen Atem.

Montag, 17.10.2011

 

Den Großteil des Tages habe ich auch heute in meinem Zimmer verbracht. Es gab weitere Wäsche zu waschen und Filme zu sehen. Außerdem habe ich am Flyer für das Institut weitergearbeitet. Nach einem vorsichtigen Frühstück habe ich mir ein waghalsiges Mittagessen in Form von Butterbrot mit Schmelzkäse genehmigt und mich dann auf den Weg in die Stadt gemacht. Für das bevorstehende Treffen der ausländischen Studieren der Uni war ich beauftragt worden, Getränke und Knabberzeug zu besorgen. Also ging ich zunächst in den Supermarkt und ging dann ins Institut. Dort erfuhr ich, dass das Treffen nicht stattfinden würde, ich aber trotzdem herkommen sollte, um den Flyer weiter zu besprechen. Wir haben also die letzten Korrekturen vorgenommen bzw. angemerkt und danach bin ich wieder hiem gelaufen - es war sehr kalt!

Klugerweise habe ich mir im Supermarkt ein paar Gemüsebrühwürfel (ein Wort mit 3 ü - bemerkenswert!) gekauft und sogleich den Wasserkocher angeschmissen, um mir eine Gemüsebrühe zu brühen. Leider habe ich noch keine 5Min-Terrinen gefunden, die man mit heißem Wasser aufschütten kann und die Küche hier schreckt mich immer noch ab. Also werde ich mich nun auf Gemüsebrühe spezialisieren und mir in Zukunft vielleicht noch ein bisschen Möhre reinschaben oder so...

Der Flyer ist jetzt hoffentlich fertig und ich habe mir hoffentlich vorhin Geld auf ein rumänsiches Konto überwiesen, damit ich mir die Gebühren beim hiesigen Abheben sparen kann.

Das war mein Tag in aller Kürze und Würze.

 

P.S.: Nachtrag von Freitag (glaube ich): Ich laufe morgens immer an so Blumenständen vorbei und habe dort weiße Rosen entdeckt, die am oberen Rand rot sind - das sah sehr interessant aus, deshalb sind sie mir wohl aufgefallen. Als ich jedenfalls Freitagmorgen an dem einen Stand vorbei lief, sah ich eine Frau mit roter Sprühdose dastehen und diese weißen Blumenränder rot färben. Eine interessante Strategie, um "seltene und teure Züchtungen" zu kreieren...

Sonntag, 16.10.2011

 

Ich war den ganzen Tag zu Hause, weil mein Magen noch immer Terror gemacht hat. Deshalb habe ich mich mit magenfreundlichem Obst (zerqueschte Banane, Apfel) und Gemüse (Tomate) und Kamillentee verpflegt. Ärgerlich daran ist, dass ich gerade erst Vorgestern einkaufen war und mir natürlich die Sachen gekauft habe, die ich jetzt besser nicht essen sollte. Da mein Hauptnahrungsmittel hier aus Müsli besteht, habe ich also die A-Karte gezogen. Aber ich habe das Gefühl, dass sich mein Magen langsam wieder einkriegt. Zu Hause also habe ich Wäsche gewaschen und am PC rumgehangen. Abends hatte ich eine kurze Unterhaltung mit meiner Schwester, das war sehr nett. Ich hatte eigentlich vor, mein Zimmer zu säubern, aber dazu fehlte mir die Motivation. Vielleicht mach ich es Montag.

Samstag, 15.10.2011

 

Nun ja, den ersten Teil des Tages habe ich in meinem Schlafanzug in meinem Zimmer mit GG Staffel 3 und einem halben Liter "Magenfein"-Tee verbracht. Danach war ich kurz einkaufen, um mich dann mit Anamaria zu dieser Filmvorführung zu gehen (16 Uhr). Es war saukalt draußen und es hat geregnet und wir waren in einem Vorführraum, wo die Fenster nicht richtig zu schließen gingen... Zuerste gab es ganz seltsame Dokukurzfilme aus China über die 12 Tierkreiszeichen und über irgendwelche anderen seltsamen kulturellen Dinge... sehr uninteressant. Danach ging es mit zwei polnischen Kurzspielfilmen weiter - die waren ziemlich gut. Als der ukrainische Dokufilm anfing (eigentlich wurden eher Fotos gezeigt und dazu irgendwelche Daten und Fakten erzählt), beschlossen wir zu gehen und etwas zu essen. Es war inzwischen schon nach 18 Uhr und wir gingen in die Bar Touluse, wow ir zufällig Florin trafen. Er lud uns noch mal zu der Weinprobe ein und wir bestellten erstmal was zu essen. Ich habe mir sehr leckere Tagliatelle mit Pilzen bestellt - die ersten Nudeln seit ich hier bin - herrlich!!! Und weil uns das noch nicht reichte, zogen wir weiter in das nächste Restaurant, um dort den Nachtisch zu uns zu nehmen - Papanase (Papanasch gesprochen) sind kleine donutähnliche Gebäckteilchen mit Quark, die man z.B. mit Nutella oder Marmelade oder Schmand oder Puderzucker ... essen kann. Das Ganze ist sehr kalorinhaltig und sehr lecker. Das Restaurant befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu "La Chambre" - dem Weingeschäft. Florin war zwar noch nicht da aber wir wurden herzlich hereingebeten, nachdem wir uns als Bekannte Florins vorgestellt hatten. Unser Zeitfenster zum Weinkosten war allerdings relativ klein, da wir um 21 Uhr eigentlich im Kino einen weiteren Film gucken wollten, aber Anamaria und Florin haben sich festgequatscht, also blieben wir noch ein Weilchen. Da der Film längst angefangen hatte und der nächste erst um 22.30 begonnen hätte, beschlossen wir, die Wege in unsere Betten anzutreten. Ich fühlte mich auch nicht besonders gut, aufgrund von vielem guten Essen, Wein und vielen Menschen auf engem Raum. Insgesamt war es ein sehr vielseitiger und schöner Tag, ich habe noch immer den Geschmack von Knoblauch auf der Zunge und mein Bauch freut sich auf eine mehrstündige Essenspause. Guter Tag.

Freitag, 14.10.2011

 

Heute war ich allein im Institut, weil Nora für einen Termin nach Budapest musste. Ich habe an unserem bald erscheinenden Flyer gearbeitet und danach Karten gespielt, bis die Sprechstunde vorbei war. Da das Wetter nicht gerade zum Schlendern durch die Straßen aufruft (trocken aber schon kalt), bin ich schnell wieder nach Hause gelaufen und habe mich nun doch schon der 3. Staffel GG hingegeben. Alles in allem also nichts aufregendes zu berichten. Allerdings habe ic heute ein paar Wochenendvorkehrungen getroffen - wies aussieht, geh ich morgen mit Anamaria (einem coolen rumänischen Mädel aus dem Fibelseminar) zu einer Filmvorführung in diese Bar, wo alles aus Pappe gemacht ist. Und danach bin ich zu einer Weinprobe eingeladen, wenn ich Florin (ehem. Dozent von Raul) richtig verstanden habe. Ihr dürft also gespannt sein auf den morgigen Tag.

Donnerstag, 13.10.2011

 

Heute hatte ich einen sehr vollen Terminkalender im Vergleich zu meinen bisherigen Tagen hier...  Auf dem Weg zu meinem ersten Termin habe ich erstmal halt in einer "Deutschen Bäckerei" gemacht - überraschenderweise war es so einSelbstbedienungsding wie BackFactory, aber wenigstens mit dunkelm Bort. Ich habe mir allerdings ein Tomaten-Mozarella-Bauette und ein Käsebrötchen gekauft. Um 13.30 war in der Uni die Einteilung der Rumänischsprachkurse und es war erstmal eine Kunst, diesen blöden Raum wiederzufinden, doch als ich über eine riesige Traube Menschen stolperte, erkannte ich ihn wieder. Während wir also warteten knüpfte ich Kontakte zu anderen Deutschen und bekam zum ersten mal den Hauch einer Ahnung, was "ERASMUS" für viele bedeutet - hemmungsloses Besaufen und die Genitalien fremder Menschen sehen... das habe ich zumindest aus den Gesprächen herausgehört. Es war unglaublich laut und quirrlig und ich war irgendwie froh, nicht so richtig dazu zu gehören und diesen Partyhype mitzumachen.

Naja die Kurseinteilnung ging dann relativ schnell vorüber und nächste Woche habe ich dann zum ersten Mal Unterricht. Das ganze soll vierstündig sein und ich bin echt gespannt, wie ich das durchhalten soll. Ihr werdet es erfahren.

Mein nächster Termin war gleich um die Ecke in einem anderen Unigebäude - dort habe ich mich mit der Leiterin des StuFi (Studentischen Filmclubs) getroffen. Der StuFi organisiert jede Woche einen Kinoabend für die Studenten, wo deutsche Filme gezeigt werden. Das Ganze klingt total nett und die Frau ist super, deshalb werd ich da sicherlich öfter mal vorbei schauen. Außerdem habe ich die Möglichkeit, dort am Ende meines Workshops die entstandenen Clips zu zeigen. Je nach dem, wie viel MAterial wir haben, können wir einen ganzen Abend damit gestalten oder wir laufen quasi als Vorprogramm - auf jeden Fall ist das eine tolle Sache. Ich werde mich aber trotzdem noch nach anderen Präsentationsmöglichkeiten umsehen. Zwischen Tür und Angel habe ich einen weiteren deutschen Kollegen kennengelernt, bei dem ich nächste Woche in den Vorlesungen mein Projekt vorstellen kann - ein glücklicher Zufall also!

Der 3. Termin war in einer Vorlesug von Nora, wo ich ebenfalls mein Projekt noch mal kurz vorgestellt habe. Der Rest des Tages verlief sehr ruhig hier zu Hause.

Mittwoch, 12.10.2011

 

Gestern, Dienstag, war ich den ganzen Tag zu Hause und habe mich Gossip Girl gewidmet. Es ist also nichts spannendes passiert, außer, dass die Heizungen angegangen sind.


Mit geht es noch immer gut hier, wobei sich langsam der Herbst einstellt - heute hat es zum ersten Mal in Cluj geregnet, seit gestern sind die Heizungen angestellt und ich trinke meine erste Tasse Tee.

 

Im Institut habe ich heute zum ersten Mal richtig gemerkt, dass die Uni wieder losgeht und damit auch Arbeit auf mich zukommt. Ich habe ausfürlich an dem Entwurf für einen Flyer gearbeitet, bin aber noch immer nicht fertig. Außerdem füllt sich mein Terminkalender mit zusätzlichen Treffen im Institut und ich habe "Hausaufgaben", die ich für das Institut machen muss. Nebenbei soll ja noch mein Projekt ins Rollen kommen, also darf ich sehr gespannt sein, wie die nächste Zeit wird. Vielleicht war das Seminar letzte Woche gar nicht schlecht als Einsteig und Disziplinierung.. also von nun an werde ich wohl öfter wieder den Wecker stellen und länger als nur 2 Stunden am Tag zu Arbeit verpflichtet sein. Ihr werdet lesen, wies läuft. Nun muss ich aber ins Bett, es ist schon nach 1 Uhr und morgen stehen 3 Termine in der Uni für mich an! P.S.: Soeben habe ich Staffel 2 von Gossip Girl beendet - mal schauen, wie lange ich für die 3. brauche.

Montag, 10.10.2011

 

Hallo zusammen, heute bin ich von dem Ausflug nach Sibiu (Hermannstadt) zurück gekehrt und seit exakt einem Montag in Rumänien.

Die letze Woche war insgesamt sehr anstrengend, da rund um die Uhr Programm war und ebenso ging es am Wochenenede weiter. Am Freitagabend war kurze Vorstellungsrunde und danach ein großes Abendessen mit vielen verschiedenen Menschen in einem urigen Lokal in Sibiu. Samstagmorgen war Abfahrt um 8.30 und wir haben hintereinander verschiedene Ortschaften besucht (Michelsberg, Holzmengen, Probstdorf, Seligstadt). Es war eine Mischung aus Touri-Programm und Recherchearbeit für geplante Vernetzungsprojekte à la Schüleraustausch - aus diesem Grund haben wir uns verschiedene Unterkünfte angeschaut. Wir sind abens gegen 23.30 zurück gewesen, also war ich erst Mitternacht im Bett. Für Sonntag war die Abfahrt bereits für 8 Uhr angesetzt, also noch weniger Schlaf. Diesmal waren wir in Mediasch, Birthälm, Malmkrog und Schäßburg - und auch hier gab es ein gemischtes Programm. Schäßburg (Sighisoara). Leider hat es ununterbrochen geregnet und war sehr kalt und ich hatte keine Klamotten für dieses Wetter dabei, sodass ich viel gefroren habe. Hier in Cluj ist es angenehm sonnig und heute Mogen war es auch in Sibiu sonnig - das war aber leider zu spät... Naja, ich bin gespannt, wann hier die Kälte einbricht - in verschiedenen Teilen Rumäniens gab es schon ersten Schnee... Fotos werde ich wohl in den nächsten Tagen hochladen. Aber jetzt werde ich wohl wieder regelmäßig hier schreiben.

 

heute geht die rundreise durch siebenbuergen los und ich werde nicht schreiben koennen. montag komme ich zurueck, also habet einfach geduld und ein schoenes wochenende.

ich bin im institut und gleich kommt ein wichtiger kulturmensch (der kulturdezernent der deutschen botschaft)- mehr davon dann naechte woche.

 

p.s. schwester - du bist mir im traum erschienen und hast mich hier in cluj besucht.

Notiz zwischendurch:

 

Ich bin momentan ein sehr vielbeschäftigter Mensch und habe keine Zeit, denk blog richtig zu führen. Ich hoffe, dass ich heute Abend etwas schreiben kann.

P.S.: Sissi, wegen der Serie musst du dich nicht persönlich angegriffen fühlen. Es ist ja hoffentlich noch lange nicht aller Tage Abend, sodass genug Zeit für all deine Vorschläge kommt. Aber ich bauchte etwas seichtes und true blood sagte mir nicht so zu.... also entschuldige bitte, dass meine Wahl zunächst auf GG fiel!

Mittwoch, 05.10.2011

 

Heute Morgen mussten wir relativ spaet aufstehen (7.30) aber da ich so spaet ins Bett gegangen bin, war ich extrem muede. Fuer heute Abend ist nichts geplant und ich habe mir vorgenommen, um Hotel zu bleiben und einen ruhigen Abend zu verbringen. Heute habe ich trotzdem ein recht volles Programm, weil ich in der Mittagspause des Seminars (jetzt gerade) im Institut bin. Nach Semianrende will ich mit Oana zum Reisebuero und die Busstickets fuer Budapest kaufen und anschliessend muss ich in mein Wohnheim, und Waesche waschen fuer die Rundreise, die ansteht. Denn ich habe kaum noch Unterhosen und Socken. Ausserdem brauche ich eine frische Hose, weil der Zigarettengestank trotz naechtlicher Auslueftung auf dem Balkon geblieben ist. Ich sitzte also hier frisch geduscht und mit firschem Oberteil, aber ich rieche die ganze Zeit nur meine Hose...

Von Donnerstag auf Freitag werde ich wohl wieder im Wohnheim uebernachten, weil wir am Freitag fast direkt nach dem Seminarabschluss aufbrechen nach Sibiu (Hermannstadt) und ich natuerlich meine Dreckwaesche und Zeug nicht dort mithinnehmen will. Also bringe ich morgen alles zurueck ins Wohnheim, packe dort frische Klamotten ein und nehme sie Freitagmorgen direkt mit zum Seminar. Dann muss ich zwischendurch nicht noch einmal zurueck ins Wohnhiem laufen.

Ueber den weiteren Verlauf meines Tages werdet ihr dann nachher wahrscheinlich noch informiert werden. Nun goenne ich mir eine Banane und im Seminar werde ich dann das eigentliche Mittagessen, was mir eingepackt und mitgebracht wird aus einer Isolierschale essen. Pofta buna/Guten Appetit!

Dienstag, 04.10.2011

 

Am Montagabend sind wir nicht mehr ausgegangen, sondern haben uns im Wohnheim interkulturell zusammengerottet und den Abend miteinander verbracht. Es war sehr schoen und ich war die letzt, die gegen Mitternacht ins eigene Zimmer gegangen ist. Das war ein bisschen spaet, denn am Dienstagmorgen mussten wir SEHR frueh aufstehen. Um 6.30 war der Wecker gestellt - sehr brutal!!! Es war aber notwendig, da wir um 8 Uhr in der Cosbuc-Schule sein sollten. Diese Schule ist eine deutsche Schule, also alle Faecher werden ab der 1. Klasse auf deutsch unterrichtet und rumaenisch ist ein normales Unterrichtsfach.

In dieser Schule haben wir uns auf verschiedene 1. und 2. Klassen aufgeteilt und den Unterricht mitverfolgt.

Nach dem Schulbesuch 8-12 Uhr, hatten wir eine Pause, die wir genutzt haben um etwas trinken zu gehen in einem netten Cafe/Bar in der Innenstadt. Danach gab es eine Stadtfuehrung, allerdings kannte ich fast alles schon von Raul, aber trotzdem war es interessant. In der Zeit bis zum Abendessen (wir essen jeden Tag 2 mal warm - mittags und abends!) bin ich mit 3 kroatischen Maedels auf Shoppingtour gegangen - wir haben bei der Stadtfuerung einen grossen 2.Hand-Laden gesehen, den wir dann durchstoebert haben. Allerdings hab es dort nicht so tolle Sachen und sie waren auch vergleichsweise teuer fuer ein 2.Hand-Geschaeft. Aber wir haben noch 2 anderen Laeden gefunden und in dem einen Laden habe ich mir ein schickes Hemd gekauft fuer 22 Lei, also etwas ueber 5 Euro. Ich sollte also hier noch viel mehr Klamotten einkaufen, denn sie sind sehr guenstig. Ich habe dort auch Winter-/Skijacken gesehen fuer circa 30-40 Euro.

Gestern Abend stand dann der Besuch einer Karaokebar auf dem Programm, aber ich konnte mich erfolgreich davor druecken, da ich einen rettendes Anruf von Alin erhielt (siehe Galerie). Er hat mich in eine andere Bar eingeladen, wo ein Freund von ihm (Niko) Carikaturen der Gaeste gezeichnet hat - ich habe auch ein Bild bekommen. Die Bar ist sehr interessant, weil das komplette Inventar aus Pappe und Karton besteht - also Tische, Stuehle, Lampenschirme, Bilder...

Ich hatte mich fuer Mitternacht mit den anderen vor der Karaokebar verabredet, um ein gemeinsames Taxi nach Hause zu nehmen aber sie waren noch voller Singlaune, sodass ich wieder in die andere Bar gegangen bin. Dort habe ich noch 2 Kommilitoninen von Alin kennengelernt, mit denen wir uns eine Weile unterhalten haben. Aber mit der Zeit wurde ich wirklich muede, sodass wir gegen 1.30 etwa gegangen sind. Alin war mit dem Fahrrad und hat mich auf dem Gepaecktraeger zum Hotel gefahren, weil er direkt um die Ecke selbst wohnt. Somit habe ich mir das Taxigeld gespart und meine Stinkeklamotten konnten ein bisschen auslueften. Ich war um kurz nach 2 Uhr dann im Bett, was deutlich zu spaet war. Aber es war ein netter Abend und ich habe nun eine kostenlose Carikatur von mir. Ich werde sie bei Gelegenheit in die Galerie stellen.

ACHTUNG: Ich habe hier in diesem unheimlich geilen "Hotel"-Wohnheim Internet auf dem Zimmer, sodass ich weiterhin bloggen kann. Und ich habe eine kroatische Mitbewohnerin... aber das wird die Woche über sicherlich gut gehen.

Jetzt werde ich wohl mit den anderen eine Zimmerparty machen. Also ihr hört morgen wieder von mir. Oder schaut nachher bei Skype vorbei.

Montag, 03.10.2011

 

HAPPY BIRTHDAY KLEINER COUSIN!!! UND FROHEN  FEIERTAG DEUTSCHLAND!

 

Heute Morgen bin ich vor meinem Wecker aufgewacht, der auf 8 Uhr hiesiger Zeit gestellt war. Ich hatte also genüged Zeit um den Tag ruhig zu starten und meine angebrochene Milch aufzubrauchen. Im Seminar haben wir uns zunächst weiter spielerisch kennengelernt und als es dann an das inhaltliche ging (die verschiedenen Schulsysteme in Kroatien, Rumänien und Deutschland) bin ich gegangen, weil ich mit Nora verabredet war. Sie hat mich mit zu der Eröffnung der Fakultät für deutsche Sprache und Literatur genommen und mich dort einigen Leuten vorgestellt, die mir bei meinem Projekt mögliche Kooperationspartner sein könnten. Außerdem haben wir uns über einen Sprachkurs für mich informiert - da gibt es nächste Woche noch ein Infotreffen... Danach bin ich wieder zurück zum Seminar und kam pünktlich zum Mittagessen, was wir in einem netten Restaurant um die Ecke eingenommen haben (ebenso einige Grundschulklassen...). Danach ging es inhaltlich weiter mit der Vorstellung der ersten Fibel (Der Die Das; Deutschland). Heute Abend um 18.30 gibt es dann Abendessen und danach noch ein bisschen theaterpädagogische Spielereien. Der spätere Abend steht uns zur freien Verfügung aber ich denke, ich werde gar nicht oder nur kurz weggehen. Ich weiß leider nicht, ob es im "Hotel" Internet auf dem Zimmer gibt aber ich werde den Laptop einfach mal mitnehmen. Falls es dort kein Internet gibt, werden meine Berichte wohl etwas spärlicher ausfallen.

Also es gibt ein paar neue Fotos in der Galerie...!

 

Sonntag, 02.10.2011

 

Heute am Sonntag habe ich den faulen Tag mit Serie gucken verbracht - es handelt sich nun um gossip girl.

Abends um 18 Uhr bin ich mit Raul zu einer Verabschiedungsfeier in der Wohnung von Robi gegangen. Verabschiedet wurde Coco (Katherina), eine Künstlerin aus Italien. Ich hatte sie bereits bei der Fotoausstellung von Juliano kennengelernt, ebenso Robi.

Um 20 Uhr war dann ein gemeinsames Abendessen mit der Fibel-Seminargruppe. Erstmal haben wir Kennlernspiele gespielt und dann Pizza gegessen. Da es noch relativ früh am Abend war, bin ich danach zurück zu Robi gegangen, der nur 5 Minuten entfernt von dem Seminarraum wohnt. Dort bin ich dann bis circa 1.30 geblieben, da ich seit langem mal wieder relativ aufstehen musste am folgenden Morgen.

Insgessamt scheint mir die Seminar-Gruppe echt nett zu sein - wir sind nur Mädels aber das geht schon. Ich werde die Woche über zu den anderen ins "Hotel" (besseres Wohnheim) ziehen (am Montag), der Gruppendynamik wegen. Ich hoffe, dass ich mich danach durchringen kann, wieder hier her zurück zu kommen. Wie es aussieht, werde ich hier keine Mitbewohnerin mehr bekommen und auch im "Hotel" werde ich anscheinend allein schlafen. Das ist mir ganz recht, dann kann ich in Ruhe schreiben und skypen und GG gucken.

Auf der Feier war es auch sehr nett - ich stelle euch meine Bekanntschaften in teils etwas verfremdeter Bildform in der Galerie vor. Künstler sind schon eine nette Art von Menschen...!

Samstag, 01.10.2011

 

Heute war die große Eröffnung der Cluj-Arena. Ich bin gegen 14 Uhr dort eingetroffen, pünktlich zum Einlass für die Öffentlichkeit. Was vorher im offiziellen Part passiert ist, weiß ich also nicht.

Ich kenne ja bisher nur unser gutes altes Auestadion in Kassel und diese neue Arena sah schon sehr nett aus. Ich habe mich erst einmal hingesetzt und einfach geschaut und den Gesängen der Fußballfans zugehört, die sich Fahnen schwingend alle in einem Pulk zusammen getan hatten und ihre Lieder riefen. Da nichts weiter zu passieren schien, ging ich wieder raus und setzte mich auf eine Bank, als jemand anfing etwas durch das Stadionmikrophon anzukündigen und die Leute zu applaudieren anfingen. Ich ging also wieder hinein und auf dem Platz wurde ein kurzes Damenfußballspiel ausgetragen. Es war mehr eine kurze Demonstration des rumänischen Frauenfußballs würde ich sagen, denn die Mädels durften gerade mal 15 Minuten ihr Können zum Besten geben. Immerhin stand es da schon 3:1. Danach wurden die Gwinner der Tombola gezogen, aber ich hatte nicht migemacht, sodass ich nach einer Weile das "Spektakel" wieder verließ und nach Hause ging. Da ich den ganzen Tag schon (oder immer noch) Kopfschmerzen hatte, die Sonne vom Himmel geknallt hat und meine Aspirin leihweise bei der anderen Nora sind, habe ich mich einfach schlafen gelegt aber so richtig geholfen hat es auch nicht. Ich hoffe, dass es morgen wieder besser ist, denn da findet ein gemeinsames Abendessen mit allen Teilnehmern dieses Fibelseminars statt. Es werden 10 deutsche Mädels von der PH sein, 5 kroatische und 5 rumänsiche Studenten. Es wäre schade, wenn ich den Abend nicht richtig genießen kann, weil mein Kopf mich immer noch nervt. Für diesen Fall werde ich wohl Oana vorher fragen, ob sie eine Kopfschmerztablette hat und sie zu dem Essen mitbringen kann.

Tja, ansonsten habe ich heute nichts mehr geplant, außer Wäsche waschen. Einen Teil habe ich schon heute Mittag gemacht, aber die rauchigen Stinkesachen von gestern habe ich noch mal extra eingeweicht und muss sie nun noch fertig machen. Also das war mein Tag in Kürze. Für Morgen habe ich nichts geplant bis auf das Abendessen. Aber vielleicht passiert ja noch was Spannendes!?

Ach ja und gestern Abend habe ich eine Mail erhalten von dem ersten Interessenten an meinem Filmprojekt. Ich habe ich noch einige Fragen beantwortet und er ist sehr begeistert, meinem Eindruck nach. Das ist ein gutes Gefühl, da ich schon befürchtet hatte, dass sich die erste Zeit keiner meldet, weil alle im Univorstress sind. Nun ja, ich bin gespannt, ob sich noch mehr Interessenten finden.

In der Galerie gibt es ein paar neue Fotos von gestern und heute...!

Freitag, 30.09.2011

 

So am heutigen Freitag war wieder Institutstag, also habe ich meinen Vormittag dort verbracht. Von dort aus bin ich mit Raul auf einen Hügel spaziert, von dem aus man einen super Ausblick über die Stadt hat. Für den Abend waren wir mit Nora und ein paar Leuten aus dem Theaterstück zu einer Lesung verabredet. Die Lesung fand in einer kleinen seeeehr alten Kirche statt und es wurden ungarische Gedichte von Schülern vorgetragen. Danach hat ein Organist noch "Toccata und Fuge" von Bach vorgespielt - das war echt super. Und dann ging es auch schon gleich weiter zur nächsten kulturellen Veranstaltung. Ein Freund von Raul (Juliano aus Italien) hat eine Fotoausstellung (Reflections of London) in einer Bar in der Innenstadt veranstaltet. Dort hingen eine Menge Künstler rum, mit denen ich dann zum Teil auf englisch ins Gespräch gekommen bin. Die meiste Zeit habe ich mit einem ehemaligen Dozenten von Raul gequatscht (Florin). Mit ihm bin ich im Anschluss noch in ein weiteres Lokal um die Ecke gegangen, wo wir uns einen alkoholfreien Cocktail genehmigt haben - Florin ist seit vielen Jahren mit dem Inhaber befreundet und hat dort kurz guten Tag gesagt. Ich war leider schon ziemlich ko, da es hier das Rauchverbot noch nicht gibt und ich seit 2 Stunden etwa zugequalmt worden war und mir der Schädel brummte. Also hat mich Florin noch nach Hause gefahren und ich hab mich schnell schlafen gelegt. Insgesamt war es ein sehr netter Abend mit vielen verschiedenen Leuten und vielen unterschiedlichen Gesprächen über alles mögliche. Ich hoffe, dass ich mit den Leuten in Kontakt bleiben werde.

Donnerstag, 29.09.2011

 

Heute war ich zunaechst mit Oana und einigen anderen fleissigen Helferlein in der Mensa bei uns in der Naehe zu Mittag essen. Die Mensa hatte ich bisher immer fuer ein Krankenhaus gehalten. Das Gebaeude liegt in dem Park, in den ich bei schoenem Wetter immer zum Goehtelesen und Braeunen zurueckgezogen habe und das Essen ist um einiges guenstiger als in der anderen Mensa, die ich bisher ausprobiert hatte. Das heisst, dass ich in Zukunft wohl immer in den Park gehen werde. Da man das Essen auch zum Mitnehmen einpacken lassen kann, brauche ich von nun an nicht immer die Haelfte wegschmeissen, weil mir die Portionen zu gross sind, sondern habe eine zweite kalte Mahlzeit fuer den naechten Tag (umgerechnet etwa 25 Cent pro Mahlzeit!).

Am Abend war ich zur Urauffuehrung eines circa 300 Jahre alten ungarisches Textes in der Ungarischen Oper. Ich hatte mich mit einem Kuenstler (Raul) aus dem Institut verabredet und wir haben uns sehr gute Plaetze auf der Empore ausgesucht. Der Saal war unglaublich schoen gestaltet mit einem Kuppeldach, verschnoerkelten Verkleidungen und sehr einer riesigen kronleuchteraehnlichen Lampe. Von dem Stueck habe ich natuerlich nichts verstanden und die Handlung war auch nicht nachvollziehbar, da das Stueck extrem textlastig und sehr statisch war. Trotzdem war es sehr schoen in diesem Saal zu sitzen und das Geschehen auf der Buehne zu verfolgen. Danach gab es noch einen Umtrunk mit den Schauspielern, der sich einige Zeit hinzog. Nachdem der Grossteil der Leute gegangen war, brachen auch Raul und ich auf - zu einer naechtlichen Stadtfuehrung mit Denkmaelern, Kneipen, einem Henkerhaus, den Geburtshaeusern mehrerer Koenige und dem Retro Hostel. Dazu bekam ich historisches Hintergrundwissen und die Geschichte um das Mysterium Dracula erzaehlt. Ich war also erst gegen Mitternacht zu Hause. Insgesamt ein schoener Abend mit vielen neuen Leuten, die ich kennen lernen konnte, unteranderem ein Maedel, was Film studiert und gerade auf der Suche nach einem Thema fuer ihren Abschlussfilm ist. Mit ihr werde ich wohl auch die naechsten Tage ein ungarisches Filmfestival besuchen, von dem sie mir erzaehlt hat.

Also kulturtechnisch gibt es echt noch einiges zu sehen und zu hoeren! Als guter KuMeBi muss ich doch mindestens ein mal pro Woche irgendwas in die Richtung tun, oder?

Also das war mein Donnerstagsbericht, der freitaegliche folgt bald.

Mittwoch, 28.09.2011

 

ich habe heute meinen Mietvertrag vom Wohnheim unterzeichnet und einen Ausweis bekommen, der mich als Bewohnerin des Wohnheims kennzeichnet. Das Ganze hat circa eine Stunde gedauert und es wurde mir dauernd was unterschiedliches von verschiedenen Leuten erklaert. Aber nun hab ich alles und das ist schon mal ganz gut so.

Danach wollte ich mich eigentlich mit Oana (meiner Tandem-Studentin) treffen, aber sie hatte so viel mit der Begruessung ein Einweisung der Neuankoemmlinge in deinem benachbarten Wohnheim zu tun, dass dafuer keine Zeit war. Deshalb bin ich fruehzeitig in die Stadt gegangen und war noch mal bei der Post, um Briefmarken fuer die restlichen Postkarten zu kaufen. Als ich das erste Mal auf dem Postamt war (nur dort kann man ueberhaupt Briefmarken kaufen und seine Post einwerfen), habe ich 10 Briefmarken gefordert, da ich 10 Postkarten gekauft habe. Die Frau am Schalter gab mir 10 Briefmarken und erklaerte mir, dass ich pro Postkarte 2 Stueck brauche. Also habe ich weitere 10 Briefmarken gekauft, um alle Postkarten rechtmaessig bestuecken zu koennen. Ich habe heute morgen also alle verbleibenden Postkarten gezaehlt (3), um zu wissen, wie viele Briefmarken ich brauche. Als ich also heute auf dem Postamt war, habe ich also direkt 6 Briefmarken bestellt. Ich hatte mir schon vorher ausgerechnet, dass sie insgesamt 4,80 Lei kosten wuerden doch die Dame am Schalter wollte 9,60 Lei haben. Ich war zunaecht verwirrt und habe ihr versucht zu erklaeren, dass ich doch 2 pro Postkarte brauche aber diese Breifmarken waren doppelt so viel wert wie die, die ich letztes Mal gekauft hatte. Also brauchte ich diesmal nur eine pro Karte und erklaerte ich ihr, dass ich nur 3 Postkarten schreiben wuerde und dehalb doch nur 3 Briefmarken braeuchte...Wir waren beide etwas verwirrt.

Ihr seht: wie mans macht, macht mans verkehrt!

Soweit die Neuigkeiten meinerseits. Falls ich nachher eine Mitbewohnerin im Zimmer hocken habe, werdet ihr es erfahren.

Dienstag, 27.09.2011

 

Ich war heute in der Stadt auf der vergeblichen Suche nach einer neuen Webcam, da meine, wie einige von euch wissen, den Ton nicht mehr übertragt. Das heißt, ich habe das Vergnügen, ständig schirftlich antworten zu müssen, wenn meine Gesprächspartner mit mir bei Skype reden. Das ist sehr mühsam und deshalb wollte ich mir eine neue Kamera besorgen. Aber leider habe ich in der Innenstadt kein passendes Geschäft gefunden. Ich werde also morgen, wenn ich mich mit meiner Tandemstudentin Oana treffe, mal fragen, wo ich nach solchen Geräten schauen kann.

Auf dem Rückweg ins Wohnheim habe ich drei deutsch Jungs getroffen, die mich nach dem Weg zur Post gefragt haben (ich kam grad von dort) - das war total nett. Der eine studiert hier Medizin und die anderen haben ihn besucht. Es war witzig, weil sie mich auf englisch angesprochen haben und ich dann natürlich auch erstmal auf englisch geantwortet habe bis der eine dann meinte "Sprichst du deutsch?" und ich ihnen dann den Weg auf deutsch erklären konnte.

Man kann sagen, dies ist mein erster eigenständig geknüpfter Kontakt zu einem Bewohner dieser Stadt. Alle anderen Leute wurden mir bisher über das Institut vorgestellt... also es geht vorwärts in Sachen Kontakte knüpfen.

Montag, 26.09.2011

 

Ich habe gerade mein Zimmer komplett aufgeräumt und so umgeräumt, dass die Hälfte aller Ablageflächen frei ist. Denn diese Woche kommen die ganzen Studenten an und beziehen die Wohnheime und es ist unklar, ob ich das Zimmer weiterhin allein bewohnen kann, oder ob ich es teilen muss. Für diesen zweiten Fall ist jetzt zumindest alles vorbereitet. Ich hoffe aber, dass ich allein bleiben kann, was sich wahrscheinlich Ende dieser Woche herausstellen wird.

Gesetz dem Fall, dass ich eine Mitbewohnerin kriege, werde ich hier natülich über sie und unser Zusammenleben berichten...

Momentan lebe ich weiter in Ungewissheit und bin so optimistisch, dass ich mich noch nicht dazu durchringen konnte, das wichtigste zu erledigen - ihr Bett abzuziehen. Da ist immer noch die Bettwäsche drauf, die ich für den Besuch meines Vaters aufgezogen habe. Ier denk ich werd sie noch abziehen und das untere Bett wieder seinen tristen Farben überlassen.

 

Ansonsten habe ich gerade zwei französische Filme geguckt - ich bin der Auffassung, dass Filme weniger Zeit in Anspruch nehmen und weniger Suchtpotential haben als Serien... also Filmvorschläge immer fleißig ins Gästebuch schreiben!

 

Gestern war ich Vormittags in einem kleinen Puppentheater und ich habe mir Hänsel und Gretel angesehen.Überzeugt hat es mich zwar nicht, aber es war eine Erfahrung.

 

Diesen Donnerstag steht zudem ein Besuch in der ungarischen Oper an (es gibt sowol eine ungarische als auch eine rumänische Oper in getrennten Häusern). Dort werde ich dementsprechend ein Stück auf ungarisch sehen und es geht um allerlei Verwicklungen und Türken und Ungarn, so viel ich weiß. Grund, weshalb ich hingehe ist so ein unheimlich süßer Typ, der da mitspielt und der mich dazu eingeladen hat... Scherz! Meine hiesige Betreuerin, ebenfalls eine Nora, spielt dort mit und das kann ich mir natürlich nicht entgehen lassen!

Ihr erhaltet natürlich einen Bericht über den Abend.

Des weiteren wird am Samstag offiziell das neue Stadion hier in Cluj eingeweiht, was direkt um die Ecke vom Wohnheim ist - vielleicht geh ich da mal hin.

Soweit der aktuelle Stand aus Cluj-Napoca.

 

Herzlichst,

Nora

 

Nachtrag:

Hey, ich hab einen Tippfehler auf der "Kontakt"-Seite gemacht, sodass alle Nachrichten nicht angekommen sind, die ihr mir bisher geschrieben habt.

Bitte verzeiht mir - ich habe es gerade erst gemerkt und es behoben. Also von nun an könnt ihr fleißig schreiben und ich kann es dann auch lesen!!!

stöbert erstmal... vielleicht krieg ich irgendwann noch ein bisschen Ordnung rein.